Frage 2 c)

Aufhebung des Thüringer Erziehungsgeldes

Entwurf vom 18. Februar 2015
Eingebracht durch Mehrere Initiatoren
Federführender Ausschuss Ausschuss für Soziales, Arbeit und Gesundheit
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Die Diskussion ist seit dem 30.04.2015 abgeschlossen

Zurzeit befindet sich der Gesetzentwurf der Fraktionen DIE LINKE, der SPD und BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN zum Gesetz zur Aufhebung des Thüringer Erziehungsgeldgesetzes und der Verordnung zur Durchführung des Thüringer Erziehungsgeldgesetzes vom 18.02.2015 (Drucksache 6/219) in der parlamentarischen Diskussion. Nachfolgend finden Sie hierzu einzelne Fragen, mit denen sich der Ausschuss für Soziales, Arbeit und Gesundheit derzeit befasst. Sie können Ihre Meinung zu den Fragen abgeben. Mit Ihren Beiträgen, Ihren Erläuterungen oder Ihrer Kritik können Sie Einfluss auf die Arbeit des Ausschusses für Soziales, Arbeit und Gesundheit nehmen.

Diskutieren Sie mit!

Frage 2 c)

c) Sollten Ihrer Meinung nach alle Betreuungsformen – durch Familienangehörige, Tagespflegepersonen und Kindertagesstätten – gleichberechtigt nebeneinanderstehen? Sehen Sie dies in Thüringen gewährleistet? Und was würde sich daran durch die Abschaffung des Thüringer Erziehungsgeldes ändern?

30. April 2015 | Ramona
Ungleichbehandung bei der Abschaffung

Bei der Abschaffung hätte man weder die finanzielle Möglichkeit sich für die häusliche Betreuung zu entscheiden, noch möchte man sich und seine Familie in einen finanziellen Abgrund befördern

30. April 2015 | Ramona
Wahlfreiheit=Gleichberechtigung

Wenn Familien entscheiden können, wie sie ihre Kinder betreuen bzw. betreuen lassen wollen, dann sollten alle Formen gleichberechtigt nebeneinander stehen.

29. April 2015 | Aviva
Freie Entscheidung der Eltern

Ja, es sollten alle Betreuungsangebote gleichberechtigt nebeneinander stehen. Allerdings ist es auch jetzt schon für viele Familien ein absoluter Luxus 2 Jahre Elternzeit in Anspruch zu nehmen. Mit der Abschaffung des Thüringer Erziehungsgeldes werden es sich noch weniger Familien leisten können, im 2. Lebensjahr zu Hause zu bleiben.

Elterngeld gibt es ja für berufstätige Frauen auch nicht mal für 12 Monate sondern nur für 10, weil die Mutterschutzfrist eingerechnet wird. Von daher ist bei den ganzen Regeln viel Augenwischerei dabei, wenn man sich damit genauer beschäftigt.

Ich persönlich finde das sehr schade und würde die Entscheidung über die Betreuung gern jeder Familie selbst überlassen wollen. Schlussendlich gibt es auch Kinder, die sich mit einem Jahr unheimlich schwer tun bei der Eingewöhnung in die Kita. Bei dem dort vorliegenden Personalschlüssel können die Kinder nun mal nicht die individuelle Betreuung erhalten, wie zu Hause oder vielleicht bei einer Tagesmutter. Wenn die Kinder größer sind leisten die Kitas sicherlich sehr gute Arbeit insbesondere auch im Hinblick auf die Vorbereitung der Schulzeit.

17. April 2015 | Klemens Zentgraf
Eltern leisten Erziehungsarbeit

Die Erziehungsarbeit der Eltern sollte endlich die Wertschätzung erhalten, die sie verdient. 150 Euro sind zu wenig und waren nur ein Anfang.
0 Euro haben nichts mit Wertschätzung zu tun.

Mit der Abschaffung des Thüringer Erziehungsgeldes wird die Betreuung in der Familie gegenüber der Fremdbetreuung noch schlechter gestellt und weniger anerkanntals bisher.

16. April 2015 | Lydia Gille
GEGEN ABSCHAFFUNG

Bis jetzt wo es das Landeserziehungsgeld gibt sehe ich es noch gleichberechtigt nebeneinanderstehend. Wir Mütter machen nichts anderes wie Tagensmütter und Kitas . Momentan ist es durch das Landeserziehungsgeld gewährleistet.
DURCH DIE ABSCHAFFUNG DES LANDESERZIEHUNGSGELD FÜHLEN DIE MÜTTER TOTAL BENACHTEILIGT UND IN IHRER ERZIEHUNG NICHT UNTERSTÜTZT: IST DAS FAMILIENFREUNDLICH???????

13. April 2015 | DC
wir werden gedrängt, unsere Kinder fremdgetreuen zu lassen

das ist bedenklich, allein wenn man sich die Beträge anschaut, um die es hier geht: Kinder unter drei Jahren sollen für 1400€ pro Krippenplatz plus Personalkosten fremdbetreut werden - das wird bis zum Umfallen der Kommunen gefördert, aber bei 150€ monatlich für eigene Fürsorge (Platz und Personalkosten!!) , die dem eigentlichen Wunsch der meisten Eltern und Kinder entspricht, wird diffamiert, was das Zeug hält.
Das LEG war zumindest eine Anerkennung der eigenen Entscheidung.

31. März 2015 | curie
Wahlmöglichkeit besteht nicht

Was für ein Frage? Na klar. Selbstbestimmung ist ein großer Wert in dieser Gesellschaft. Ich kann jeden Morgen entscheiden zu Hause zu bleiben. Aber mein Kind in die Kita bringen, kann ich nicht einfach so. Der Bedarf ist noch nicht zur richtigen Zeit am richtigen Ort gedeckt. Wahlmöglichkeit besteht nur auf dem Papier.
Die Abschaffung des Erziehungsgeldes verschlechtert hier nichts, weil es nie die Wahlfreiheit gefördert hat.