3 Wie könnte darüber hinaus Ihrer Meinung nach dem Kriegsende am 8. Mai eines jeden Jahres angemessen gedacht werden?

Gesetz zur Änderung des Thüringer Feiertagsgesetzes

Entwurf vom 07. Mai 2015
Eingebracht durch Mehrere Initiatoren
Federführender Ausschuss Innen- und Kommunalausschuss
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Die Diskussion ist seit dem 10.07.2015 abgeschlossen

Zurzeit befindet sich der Gesetzentwurf der Fraktionen DIE LINKE, der SPD und BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN zum Ersten Gesetz zur Änderung des Thüringer Feiertagsgesetzes (Gesetz zur Einführung eines Gedenktags für die Befreiung vom Nationalsozialismus am 8. Mai) vom 7. Mai 2015 (Drucksache 6/584) in der parlamentarischen Diskussion. Nachfolgend finden Sie die Fragen, mit denen sich der Innen- und Kommunalausschuss derzeit befasst. Die Fraktion der CDU hat darüber hinaus einen Änderungsantrag zum Gesetzentwurf der Fraktionen DIE LINKE, der SPD und BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN eingebracht. Sie können Ihre Meinung zu den Fragen abgeben. Mit Ihren Beiträgen, Ihren Erläuterungen oder Ihrer Kritik können Sie Einfluss auf die Arbeit des Innen- und Kommunalausschusses nehmen.

Diskutieren Sie mit!

3 Wie könnte darüber hinaus Ihrer Meinung nach dem Kriegsende am 8. Mai eines jeden Jahres angemessen gedacht werden?

07. Juli 2015 | Gast
Erinnerung wach halten, um daraus zu lernen

Gute Bildung und eine fundierte Erinnerungskultur gilt es zu stärken, Erinnerungsorte zu erhalten und als außerschulische Lernorte zu nutzen.

19. Juni 2015 | jüwo
Erzählkultur

Das ist eine Frage der Erinnerungskultur unserer Gesellschaft. Es scheint ja eine gewisse Verdrossenheit an dieser Stelle auch in diesem Forum zu sein, wenn es im ersten Abschnitt von „Petra“ zur Frage 1 heißt: „Gedenktage - führen nicht dazu, nachfolgenden Generationen Geschichtsbewusstsein nachhaltig zu vermitteln. An diesen Tagen sitzen Verantwortungsträger (wie ich) in Festveranstaltungen und hören Sonntagsreden von Politikern- Diese binden nur Zeit, die mir im Alltaggeschäft fehlt und man erreicht niemals die Menschen, die wir eigentlich ansprechen müssen!“
Genau darin bricht die Frage nach der Erinnerungskultur auf. Die Wahrnehmung von „Petra“ wird so stimmen wie sie es schreibt, weil offizielle „Sonntagsreden von Politikern“ nicht alle Milieus der gesellschaftlichen Schichten erreichen. Die Frage ist auch, ob es die Aufgabe von Politikern ist, Geschichte und Zeit zu deuten. Politiker müssen natürlich die Zeichen der Zeit wahrnehmen und auf sie im Sinne des Gemeinwohls reagieren. Aber deuten?

Eine Erinnerungskultur braucht Namen, Gesichter, Orte und eine integrierende Gemeinschaft. Und es bedarf einer Gruppe oder Person/en, die die Fähigkeit zur Deutung haben. Es müsste so etwas wie eine Erzählkultur in Gruppen aufgebaut werden, denen die Ermächtigung zur Deutung von Zeit und Geschichte innewohnt. Wer sind aber diese Gruppen in einer pluralen Gesellschaft, die keinen gesamtgesellschaftlichen Sinndeutungshorizont mehr hat?

Erzählen ist wichtig, weil das eine Sprachform ist, zu der alle Milieus Zugang haben. Und Erzählen eröffnet Räume der Deutung, weil im Erzählen Hintergründe ganz anders entfaltet werden können als in erörternder Rede.

Vielleicht wäre im Bezug auf die Gruppen bei den Vereinen das Potential vorhanden, die im Ende des 18. und im Verlaufe des 19. Jahrhunderts gegründet wurden. Sie sind der Wurzelboden für die Entstehung von Volksparteien gewesen und hatten ursprünglich unausgesprochen das Anliegen, gesellschaftliche Diskurse zu führen in einer Gesellschaftsstruktur, in der das nur bei Hof durch den Adel möglich war.

Eine andere Möglichkeit ist, dass sich das Gruppen zu eigen machen, deren inhaltliches Anliegen die einzelnen Themen sind.

An dieser Stelle bin ich selbst noch auf der Suche wie diese Ideen eine konkrete Umsetzung erfahren können. Könnte es aber ein Ansatz sein?

18. Juni 2015 | Lockie
Gemeinsames Fest von Befreiern und Befreiten

Ich fände es schön, wenn wir an diesem Tag deutlich "Thank your-Merci-Spassibo" sagen und etwa mit Menschen amerikanischer, französischer, britischer Nationalität und den Menschen aus der ehemaligen UdSSR ein buntes Fest feiern. Selbstverständlich sind bei einem solchen Friedensfest alle Menschen eingeladen und zu begrüßen!