Welche grundsätzliche Auffassung vertreten Sie zu dem Entwurf eines Gesetzes zur Änderung des Thüringer Waldgesetzes in Drucksache 7/62 - Neufassung -?

Änderung des Waldgesetzes

Entwurf vom 22. Januar 2020
Eingebracht durch Mehrere Initiatoren
Federführender Ausschuss Ausschuss für Infrastruktur, Landwirtschaft und Forsten
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Die Diskussion ist seit dem 11.09.2020 abgeschlossen

Zurzeit befindet sich der Gesetzentwurf der Fraktionen der FDP und der CDU (Drucksache 7/62 - NF -) in der parlamentarischen Diskussion. Nachfolgend können Sie Ihre Meinung zu dem Gesetzentwurf abgeben, mit dem sich der Ausschuss für Infrastruktur, Landwirtschaft und Forsten derzeit befasst. Mit Ihren Beiträgen, Ihren Erläuterungen oder Ihrer Kritik können Sie Einfluss auf die Arbeit des Ausschusses für Infrastruktur, Landwirtschaft und Forsten nehmen.


Diskutieren Sie mit!

Die von Sachverständigen, Interessensvertretern und anderen Auskunftspersonen im Rahmen eines Anhörungsverfahrens eingereichten Stellungnahmen können mit Zustimmung der Anzuhörenden hier in der Beteiligtentransparenzdokumentation eingesehen werden.

Welche grundsätzliche Auffassung vertreten Sie zu dem Entwurf eines Gesetzes zur Änderung des Thüringer Waldgesetzes in Drucksache 7/62 - Neufassung -?

11. September 2020 | Gast | Ulrich Zeiler
Verbot Windenergieanlagen im Wald - Änderung ThürWaldG

Windräder im Wald haben in allen Belangen nur negative Auswirkungen auf den Wald . Es gibt keinen Faktor, welche eine positive Rückwirkung von Windenergieanlagen auf den Wald haben bzw. haben könnte:
- es werden Waldflächen durch Rodungen für Standorte und Zufahrten vernichtet
- Fauna wird teilweise vernichtete . Insekten und Vögel werden durch Windanlagen tonnenweise geschreddert und somit dem Biosystem entzogen sowie geschütze Arten durch die mit geplanten Windradaufstellungen bewusst in Kauf nehmenden Folgen vorsätzlich dezimiert und augerottet
- erhöhte Waldbodenaustrocknungen durch aerodynamische Verwirbelungen
- Störung hydrogelogischer Bodenverhältnisse durch grosse Fundamente
- Reduzierung der CO2 -Speicherfunktion
- Waldbrandgefährung durch Windanlagen selbst sowie Treibstoffantransport für Antriebsaggregate bei Windstille und Anlauf in Windrädern
- Anziehungsfaktor Wald für Naherholung, Tourismus, Freizeit wird komplett großflägig regional und überregional vernichtet und somit betroffene Standorte unattraktiv für Lebens-und Wohnstandort (verstärkte Bevölkerungsfluktuation, Beschleunigung negativer Demografie -Entwicklung ), bestehende Tourismusattraktivitäten werden ausgehebelt und somit "abgetötet"
- angrenzende Anwohner werden kalt enteignet durch Grundstückswertminderungen und gesundheitliche Beeinträchtigungen
- Wirtschaftsfaktor Wald für Naherholungsregionen , Wander- und Radwegetourismus sowie Erholungsbranche wird liquidiert
- Das "Thüringer Wald"-Bild wird zum " Thüringer Wind-Spargel-Wald " degradiert und somit Grundsatzschaden am Heimatbild und unseren Identditästbezügen zum Grünen Herzen Deutschlands - Thüringen genommen.

Verantwortungslos in jeder Hinsicht , wer Windräder im Wald aufstellen möchte.
Dem Antrag von FDP/CDU sollte zugestimmt werden, da Verantwortunsgbewusstsein für Natur, Mensch , Region , lokale Wirtschaft und Identidätsbezug für uns als Thüringer bewiesen wird.

11. September 2020 | Gast | Andreas Gimper
Drittes Gesetz zur Änderung des Thüringer Waldgesetzes

„Gemeinsam ! Für den Wald“ lautet das Motto der deutschen Waldtage, die vom 18. Bis 20. September auf Initiative des Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft stattfindet und wofür mehr als 300 Veranstaltungen vorgesehen sind.
Die „Grüne Herz Aktion“ wurde deutschlandweit bereits gestartet und alle Menschen sind aufgerufen, sich zu beteiligen.
Die Wälder leisten einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz, zur Artenvielfalt, zur Luft- und Wasserfilterfunktion, zur Wasserspeicherung und zur Erholung.
Im Konjunkturprogramm der Bundesregierung werden 2020 dafür 700 Millionen Euro zur Rettung der Wälder bereitgestellt.
Windenergieanlagen gehören nicht in das Ökosystem Wald. Für die Standorte der Windenergieanlagen werden hektarweise Waldflächen zerstört. Damit wird zerstört, was eigentlich gerettet werden soll.

Wie sagte der Ärztliche Direktor der Waldkliniken in Eisenberg, Professor Georg Matziolis, zur Eröffnung des neuen Bettenhauses am 10.09.2020 „Natur, Wald stärken nachgewiesenermaßen das Immunsystem und fördern die Genesung“.
Auch aus diesem Grund müssen Großindustrieanlagen, wie Windenergieanlagen im Wald grundsätzlich verboten werden.

11. September 2020 | Gast | Marcel Schwalbach
Klimakrise stoppen - Ausbau Erneuerbarer Energien beschleunigen

Sehr geehrte Damen und Herren,

vielen Dank für die Möglichkeit einer Stellungnahme zur Änderung des Waldgesetzes.

Die menschengemachte Klimaerwärmung ist die größte Herausforderung unserer Zeit: Naturkatastrophen, Artensterben, Hungesnöte.
In Thüringen spüren wir die Auswirkungen schon heute. Sowohl die Nadelbäume in den Wirtschaftswäldern als auch die Laubbäume in Naturwäldern (Bsp: Hainich) sterben.
Der Ausbau Erneuerbarer Energien ist eine wichtige Säule zur Reduktion der Treibhausgasemissionen, wobei Wind und PV nach Berechnungen wissenschaftlicher Institutionen in Zulunft die entscheidenden Energieträger.

Für den Ausbau dieser brauchen wir Platz. Unter Einhaltung naturschutz- und planungsrechtlicher Belange ist die Nutzung von Wirtschaftswäldern weiterhin zu erlauben. Waldbesitzer können somit Gelder für einen dringend benötigten Umbau der Wälder generieren und Thüringen reduziert seine Treibhausgasemissionen.

Die angedachte Änderung des Waldgesetzes sollte in der angedachten Form abgelehnt werden.

11. September 2020 | Gast | Norbert Nennstiel
Keine Windkraftanlagen in den Wald

Der Wald ist ein empfindliches Ökosystem. Der Mensch sollte den Wald pflegen und wenn der Wald durch Dürreperioden und Schädlingsbefall geschwächt wird helfen.
An den jetzigen Verhältnissen im Wald ist der Mensch mit seinen Eingriffen und Monokulturen schuld. So einen verlodderten Wald hat es schon lange nicht mehr gegeben. Man fährt mit großen Maschinen in den Wald (um Personal zu Sparen), macht den Waldboden kaputt, holt den Stamm heraus, Wurzeln und Kronen bleiben verteilt liegen ( Nährstoff für Borkenkäfer). Wir machen unsere eigene Sauerstoffversorgung kaputt.

11. September 2020 | Gast | Ramona Schüler
Wir brauchen den Wald

Die Lunge der Erde, das grüne Herz Deutschlands bewahren
Alexander Wendt kommentierte: " Moderne Grüne nehmen den Wald inzwischen vor allem als Bewuchs wahr, der die Installation neuer Windräder verhindert !"
Du kannst den Wald verlassen und vergessen, doch der Wald verlässt dich nie ! Denn der Wald ist in uns, ein Teil unserer Seele. Diese Verbindung unserer Spezies mit der Baumwelt entstand vor 65 Millionen Jahren. Unsere Verbundenheit mit Bäumen hat tiefe evolutionäre Wurzeln, denn wir entwickelten uns im und mit dem Wald. Doch leider haben wir diese Prägung und Verbindung fast vergessen. Die wahre Natur rückt in die Ferne ! Der Zugang zur Natur besteht für Viele nur noch aus Apps. In diesen Zeiten wo die Menschheit die Gefahr läuft ihre Wurzeln und ihre Heimat zu vergessen, geht es auch den Wäldern schlecht. Von den weltweit 60 Millionen Quadratkilometer sind seit der industriellen Revolution nur noch 30 qkm übrig geblieben. Es ist an der Zeit, Bäume zu pflanzen, den Wald zu schützen und dem Ökosystem Wald wieder die gebührende Aufmerksamkeit zukommen zulassen. Ein gesunder Wald bildet ein in sich geschlossenes Energiefeld, doch bei den geringsten Störungen und Eingriffen sind die natürlichen Abwehrkräfte inaktiv. Elektromagnetische Strahlungen durch Handy-Netze und Tetra-Funk haben eine störende Wirkung auf alle biologischen Prozesse. Es kommt zu Stresssituationen und somit zu Kronenschäden und frühere Laubverfärbungen. Auch der von Windrädern ausgehende Infraschall schadet massiv dem Wald. Bei Bienen stören sie die Winterruhe und die Orientierung. Vögel, Fledermäuse und Insekten sowie das Rotwild verständigt sich tierspezifisch über Infraschall und wird durch die Fremdwellen negativ beeinflusst. Man kann sich die intensive Förderung für Imker, die aus Landesmitteln des Freistaates und der EU stammen, sparen, um Geräte und Ausrüstungen zur Honiggewinnung und -Verarbeitung anzuschaffen, wenn man die Lebensgrundlagen wohlwissend zerstört. Was bewirkt ein Waldbeauftragten der Regierung , der zu regelmäßigen Wald- und Unterrichtsgängen der Schüler auffordert
und die Krankenkassen anregen will, bei nachweislicher Gesundheitsprävention durch regelmäßige Waldgänge, Belohnungssysteme zu installieren, wenn der Wald nicht mehr in seiner Ursprünglichkeit existiert. Warum gibt es in Brandenburg den neuen Ansatz Agroförsterei ? Dort hat man die Wichtigkeit von Bäumen auf Äckern wiederentdeckt: als Schutz vor Bodenerosionen durch Wind und Wasser, mehr Biodiversität, durch Schaffung neuer Lebensräume und der wichtigen Humusbildung als CO2- Absorbierer ? Warum muss man das Fahrrad neu erfinden ? Wir müssen unseren Wald einfach nur erhalten, als grüne Lunge und als grünes Herz !

11. September 2020 | Gast | Helbig Mario
Änderungen zum Thüringer Waldgesetz

Windkraft Anlage gehören nicht in den Wald. Der Wald dient zur Entspannung und Erholung und ist die grüne Lunge für uns Menschen.

11. September 2020 | Gast | Michael Hofmann
Der Wald - u.a. als…

Der Wald - u.a. als Erholungsort, Kohlendioxid- und Wasserspeicher - ist schon mehr als genug geschädigt, daher sollten nicht noch zusätzlich erhebliche Flächen für Windräder (einschl. Zufahrtswegen etc.) für immer abgeholzt werden.

11. September 2020 | Gast | Christian Kolbe
Der Wald ist das Wahrzeichen Thüringens und somit unantastbar!

Wenn unsere Vorfahren wüssten, was wir mit ihrem Erbe vorhaben, sie würden sich im Grabe umdrehen.
Der Wald ist besonders in Thüringen ein hohes Gut, das es dringend zu schützen gilt. Wir haben eine große Verantwortung, mit unseren Ressourcen möglichst weitsichtig und sparsam umzugehen. Den Eindruck hat man in Thüringen mit den Plänen der Landesregierung - Windkraftanlagen in Waldgebieten zuzulassen - gerade nicht. Die Entscheider in Thüringen, die die Errichtung von Windkraftanlagen im Wald leichtfertig anordnen, gehen mit ihren nicht überlegten Festlegungen extrem sorglos um und stellen genau das unnötig aufs Spiel, was weltweit ein Synonym für Thüringen ist.
Von den Fürsprechern von Windkraftanlagen im Wald wird oft das Argument herangezogen, dass es unter dem Strich besser ist, zunächst mit der Rodung des Waldes ein Opfer zu bringen, um dann mit dem Bau von Windkraftanlagen der Klimaerwärmung zu begegnen. Diese Behauptung lässt sich nicht hinreichend beweisen. Im Gegenteil, es spricht sehr viel dafür, dass die Ökobilanz negativ ist. Wir sollten es nicht ausprobieren!
Das Landesentwicklungsprogramm Thüringen 2025, das mahnend darauf aufmerksam macht, der Windenergie substanziell Raum zu geben, stellt die Regionalplaner vor eine nahezu unlösbare Aufgabe. Weil es tatsächlich kaum geeignete Freiflächen gibt, weicht man, ohne mit der Wimper zu zucken, auf Waldflächen aus. Schon im Landesentwicklungsprogramm ist also der Kardinalsfehler passiert.
Der Wald ist und muss in Thüringen unantastbar sein und bleiben. Die Änderung des ThürWaldG ist zwingend erforderlich und schnellstmöglich anzugehen!
Was aber in diesem Kontext ebenso geändert werden muss, ist des Landesentwicklungsprogramm Thüringen 2025. Es muss in Bezug auf die Windenergienutzung das Wörtchen „substanziell“ ersetzt oder gestrichen werden. Insofern würde die Angreifbarkeit der Regionalpläne durch die Windkraftbranche deutlich geschwächt und die Regionalplaner könnten in vernünftiger Weise eine ausgewogene, realistische und einvernehmliche Planung der Energiegewinnung mit den Menschen vor Ort umsetzten.

10. September 2020 | Gast | T. Scheitler
Änderung des Waldgesetzes

Da es unmöglich ist, WEA in den Wald zu bauen, muß vorher der Wald gerodet werden. Das kann nicht Gegenstand des Wald-Gesetzes sein, wenn es den Wald schützen soll. ---- Zur Lieferung der WEA mit großen LKW muß eine Zufahrt gebaut werden. Dort und auf der Fläche rund um die Anlagen kann kein Baum stehen bleiben. Für Wartungsarbeiten muß die Fläche auch frei bleiben. Jede WEA kostet Waldfläche,die verloren ist. Der Waldboden baut sich erst nach hunderten Jahren auf. Ihn leichtfertig für nachweislich falsche Versprechungen (erneuerbar und emmisiionsfrei, ...) zu zerstören, ist unverantwortlich. Das Durchstoßen mehrerer Wasserhorizonte für Fundamente und Leitungen ist im Wald inakzeptabel. Die Funktion des Waldes als Wasserreservoir ist damit zerstört.
Da hier Forstwirtschaft, Energiewirtschaft, Geldanlage und andere Bereiche sich gegenseitig behindern, ist eine Vermischung zu verhindern. Die Interessenskonflikte werden unlösbar.Und das obwohl bereits klar ist, daß keine Beiträge zum Umweltschutz oder Versorgungssicherheit zu erwarten sind.
Die Installation von industriellen Anlage im Wald, die von keiner Feuerwehr zu löschen sind, ist unverantwortlich.

10. September 2020 | Gast | Dr. Dietrich von Knorre
Novelle des ThürWaldG - mit dem Verbot von WEA im Wald

WEA im geschlossenen Baumbeständen stellen eine erhebliche Gefährdung der Wälder durch Windbruch dar Jahrzehnte haben wir gegen Kahlschläge gekämpft und auf die sich daraus ergebenen negativen Folgen für die lokalen klimatischen Bedingungen mitten in den Beständen hingewiesen. Unter den sich gravierend verschiebenden Niederschlagen von den Winter- in Starkregen in den Sommermonaten verstärkt sich der Wassermangel in den oberen Bodenschichten bis zu einer Tiefe von ca. 2 bis 3 m Tiefe, genau in den Bereichen, in denen Bäume wurzeln. Damit wird der weiteren Austrocknung unseres Landes mit unabsehbaren Folgen für die Bodenorganismen, die entscheidend zur Humusbildung beitragen. Schon jetzt können wir die Folgen auf den Feldern beobachten, auf denen insbesondere als Zeigerarten die Regenwurmfauna stark beeinträchtigt ist, die Böden verhärtet sind und das Regenwasser oberflächig abfließt..Zugleich ergeben sich daraus schwer abschätzbare Folgen für die Grundwasserneubildung und damit für die Trinkwasserversorgung in den Gebieten angewiesen sind .

10. September 2020 | Gast | BI „Unser Holzland – kein Windkraftland“ St.Gangloff
Windwahn beenden

Anti - Windrad - Rapp aus dem Holzland

Hey Ihr da, im (Land)Kreistag! Verdient Ihr am Windrad? Lügt Ihr uns vielleicht an? Ist da etwa was dran?

Wir haben da nämlich einen Verdacht: Seid Ihr erlegen der Windlobby Macht?

Tun wir Euch Unrecht und das ist es nicht, seid eher auf Lob Ihr von ganz Oben erpicht?

Habt Ihr schon vergessen welch`Schafe wir war`n, wohin er geführt hat, der Obrigkeitswahn?

Hier! ist die Heimat, und nicht in Berlin. Auch Denen in Erfurt müßt Ihr nicht dien`.

Noch ist`s nicht zu spät für den, der Wind sät und hofft im Elfenbeinturm auszusitzen den Sturm.

Ganz sicher am Wahltag ist spätestens Zahltag. Uns`re Stimme Euch fehlt; Lobbyist reicht das Geld.

Wir schützen die Umwelt vor Dreck und Gestank. Doch ein Windrad im Wald ist einfach nur Krank.

Bedenkt mal die Folgen! Kommt zur Vernunft! Für unsere Kinder und deren Zukunft.

Entscheidet Euch richtig,entscheidet Euch bald! Noch bevor ein Baum fällt im Holzland-Wald.

https://www.windwahn.com/2018/09/18/anti-windrad-rap/

10. September 2020 | Gast | Daniel Schmidt
Änderung des Thüringer Waldgesetzes - Keine Windräder im Wald

Betrifft: Windvorranggebiet W-26.
Der Löhmaer Wald ist eine Kulturlandschaft, welche seit der Erstbesiedlung unseres Ortes als zusammenhängendes Waldgebiet existiert. Innerhalb dieser Zeit gab es immer wieder verschiedene Vegetationsentwicklungen. Entsprechend den natürlichen Temperaturschwankungen gab es immer wieder Änderungen innerhalb dieses Ökosystems bis hin zur Dominanz von Laubmischwäldern. Aufgrund der wirtschaftlichen Nutzung ist die Tendenz während der letzten Jahrhunderte zu verschiedenen Nadelhölzern gegangen, welche nunmehr unter dem Trockenstress zu leiden haben. Dies betrifft jedoch nicht unser gesamtes Waldgebiet, da dieses nicht ausschließlich (wie oftmals extern behauptet) als reine Fichtenmonokultur besteht.
Somit widerspreche ich der Auslegung unserer Landesregierung entsprechende Kalamitätsflächen (i.S. der gern angesprochenen Fichtenmonokulturen) dem Bau von Industrieanlagen zu opfern. Diese sind zwingend als Kulturlandschaft "Wald" zu erhalten und den natürlichen Vegetationsmustern (wärmezeitliche Arten) bei der Anpflanzung zu fördern.

Es wäre ein Frevel die Waldflächen - für eine zu kurz gedachte energiepolitische Ideologie zu opfern.

Weiterhin muss man sich auch die Frage der Effizienz im Hinblick wirtschaftlicher Aspekte von Windkraftanlagen im W-26 stellen.
Aktuell werden/ bzw. wurden avi-faunistische Gutachten durch den hiesigen Windkraftprojektierer erstellt. Hierzu haben wir eine eigene Arbeitsgruppe, welches sich ebenfalls mit der Thematik befasst. Aus unseren Beobachtungen wissen wir, dass verschiedene sensible Arten (verschiedene Fledermaus-, sowie Vogelarten) im ausgewiesenen Vorranggebiet auftreten (und brüten!!). Im allgemeinen Fall wird seitens der verschiedenen Windkraftbetreiber gern die Aussage getroffen, das während der Brut- und Flugzeiten die Anlagen abgeschaltet werden. Im obigen Fall (W-26) könnten dies durchaus 4 bis 6 Monate sein. Betrachtet man dazu die windschwachen Monate Anfang des Jahres, können zu den vorgenannten Abschaltzeiten weitere natürliche Ausfälle hinzukommen. Summa summarum können sich Stillstandszeiten von 6-8 Monaten im Jahr aufaddieren. Da diese während der Abschaltung/ Stillstandes auf Kosten des Endverbrauchers vergütet werden, ist das ein weiterer Punkt das Waldgesetz im Sinne des Natur- und Umweltschutzes zu ändern.

Fazit: Ich hoffe auf die Vernunft sowie dem fachlichen Sachverstand der politischen Entscheider, dass Waldgesetz zu Gunsten unserer Thüringer Wälder zu ändern!

10. September 2020 | Gast | Nico Hebenstreit
Änderung des Thüringer Waldgesetzes

Sehr geehrte Mitglieder des Ausschusses für Infrastruktur, Landwirtschaft und Forsten,
sehr geehrte Mitglieder des Thüringer Landtages,

heute wurden mehrfach medial Vereine, die mit dem Zusatz "30 Jahre Thüringer Wald" geworben haben, im Radio präsent. So sollte meiner Meinung nach das "grüne Herz Deutschlands" über seine Landesgrenzen bekannt sein. Schade dabei ist, dass diese Wertschätzung gegenüber unserer grünen Natur, meist monitäre Größen gegenüberstehen. Dies ist wie in vielen Lobbybereichen auch bei der erneuerbaren Energieerzeuger Windkraft der Fall. Auch heute fragen mich noch unwissende und blauäugige Mitmenschen folgendes: "Was habt Ihr denn immer gegen die Windräder? Die brauchen wir doch wegen des Klimawandels...!". Dann liegen die Argumente, die gegen eine Nutzung dieses Energieerzeugers sprechen, fast schon wie ein gelerntes Gedicht in der Schule parat. Das allein zeigt, wie häufig diese Thematik uns auf dem Land beschäftigt. Hier möchte ich allen Diskussionsteilnehmern gegen WEA im Wald für die umfangreichen und fachlich richtig dargelegten Inhalten danken! Eine Ergänzung von wissenschaftlichen Fakten ist fast unmöglich. Ich hoffe mit den nächsten Zeilen kann ich Sie, die Entscheider über diese wichtige Gesetzesänderung, emotional ansprechen. Warum bin ich in die Thematik Windkraft eingestiegen, obwohl ich kein Verpächter möglicher WEA Flächen bin? Der ärgerliche Grund hierfür war der Regionalplan Ostthüringen und darin ausgewiesenen Windvorranggebiete. Wir in der ehrenamtlichen Funktion des Gemeinderates wurden direkt und ohne vorheriger Information damit konfrontiert. Wie mit jedem Thema, welches für uns Neuland ist, haben sich alle Mitglieder mit W26 beschäftigt. Des weiteren wurden auch die Einwohner befragt, um eine demokratisches Meinungsbild zu haben. Ein klares Nein Votum in unserem Ort Löhma. Ebenso verlief diese Abfrage auch in den zu W26 angrenzenden Nachbargemeinden. Seit dem bin ich Mitglied unserer BI Löhma-Kirschkau. Auch etliche Wiedersprüche, die fristgerecht in der Planungsgemeinschaft Gera abgegeben wurden, konnten die Damen und Herren dieses Gremiums nicht umstimmen. Ich kenne den Windpark in Oettersdorf in ca. 2km Entfernung von unserem Ort mit 3 Anlagen. Erbaut wurden diese 1997 mit einer Gesamtleistung von 2,1 MW. Jeder informierte Mitbürger kann hieraus erkennen, dass die 3 Windräder vom Windpark Oettersdorf nur "kleine Brüder oder Schwestern" heutiger Anlagen sind. Hervorzuheben ist der Standort auf einem Feldgrundstück und in einem verträglichen Abstand zur Wohnbebauung. Man hat sich an den Anblick gewöhnt und Umstand ist normal geworden. Die heutigen Generationen von Windkraftanlagen haben ganz andere Dimensionen erreicht und sollen nun noch in unsere Wälder gepflanzt werden. Jeder der an die gute Energiewende glaubt, sollte sich bitte mit Lektüren, Dokumentationen und auch Fachgesprächen ein eigenes Urteil bilden. Hier werden bald Begriffe wie Infraschall, Schlagschatten, Leuchtbefeuerung oder Eisschlag auftauchen. Auch Brennen können diese Teile. Sowas hat in einem CO² Schutzgebiet nichts zu suchen. Der Saale-Orla Kreis hat eine sehr nahe Anreihung von Ortschaften. Ein verträglicher Abstand von Windkraft zum Wohnraum ist nicht möglich. Gefühlt sind Artenschutz der Tierwelt höher bewertet als wir die Bevölkerung. Will die Politik uns alle umsiedeln? Beim Bau der Talsperre Bleiloch in Saalburg wurde es ja einfach mal so gemacht. Leider ist heutzutage diese umweltverträgliche Energieerzeuger nicht mal annähernd ausgelastet. Dies ist im Übrigen in Hohenwarte ähnlich. Damals war der Bau dieser Anlagen ein enormer Einschnitt in die Natur. Mit welchem Ergebnis heute? Mir wurde gesagt diese Anlagen sind ineffizient und unprofitabel. Wie sieht es zukünftig mit den Windenergieanlagen aus, wenn staatliche Subventionen ausbleiben? Ich sehe innerhalb von 100 Jahren viele Parallelen. Immenser Flächenverbrauch und keine Grundlastfähigkeit ist die Realität. Ich kann und möchte Strom aus Atom- sowie Kohlekraft nicht beschönigen. Aber der nächste "Blackout" wird bei dieser Energie-Planung in Deutschland kommen. Es kann und muss ausgereiftere Technologien geben. Eine geliebte Person hat folgenden Spruch: "Wir können auf dem Mond fliegen, aber da...". Ein paar Worte möchte ich als Waldbesitzer los werden. Ja der Wald in Deutschland ist geschädigt, leidet unter Wassermangel und hat gefährliche natürliche Feinde. Die Natur hat in Ihrer Ära einige schwierige Zeiten durchgemacht. In vielen Zeiten war die Menschheit nicht zugegen, um einzugreifen. Hier hat sich Mutter Natur selbst geheilt. Wir Waldbesitzer sollen uns ebenfalls nur als Heilkräfte sehen, die dann eingreifen, wenn die Natur nach unserer Unterstützung ruft. Waldbesitzer kleinerer Flächen haben dies verinnerlicht und lieben die Aufgabe als ökologische ehrenamtliche Forstwirte. Als Dank für die harte Arbeit ist die Idee einer Baumprämie sehr gut, ein Betrag in Höhe von 200€ pro ha ist für den Anfang noch zu wenig. Dagegen sind versprochene Zahlungen für Flächenverpachtungen eine ganz andere Summe. Eine politische Aussage möchte ich zitieren: "Die Waldbesitzer sind für die Verpachtung Ihrer Flächen verantwortlich." Hier wird ein Waldbesitzer größerer Flächen nur kaufmännisch denken und schwach werden. Gegen dieses "Schwachwerden" sind Sie die einzigen Retter des Ökosystemes Wald! Zum Abschluss noch einen sehr treffenden Satz. Der Wald gehört unseren Kindern bzw. Enkelkindern!

10. September 2020 | Gast | Jörg Kätzel
Ich bin gegen…

Ich bin gegen Windkraftanlagen in Thüringer Wäldern. Eigentlich haben diese Teile nichts im Wald allgemein zu suchen.
Sie zerstören unsere einzigartige Natur und vertreiben die Tiere. Der Wald ist unsere natürliche Lebensgrundlage und CO2 Speicher.
Die Wälder werden erst aufgeforstet mit Fördermitteln, um mit Fördermitteln wieder abzuholzen.

10. September 2020 | Gast | Peter Heinrich
Windenergieanlagen in Wäldern

Aus forstwissenschaftlichen Erkenntnissen ist bekannt, dass sich in und über geschlossenen Waldflächen ein günstiges Mikroklima für wirbellose Tiere ausbildet. Dadurch sind diese Bereiche besonders reich an diesen Tierarten auch als bedeutender Bestandteil der Nahrungskette für andere Tierarten, insbesondere Vögel. Dieser Bereich wird durch die notwendige Abholzung zerstört. Zusätzlich wird durch den Betrieb der Windkraftanlagen dieser Mikrolebensraum, in und über den Waldgebieten, in denen die Windkraftanlagen stehen sowie den angrenzenden Waldgebieten nachhaltig geschädigt.
Damit entstehen auch weitere mögliche Folgen auf weitere, in der Nahrungskette folgende Tierarten.
Eine umfangreiche Abholzung von Wald und die tiefgründige Zerstörung der sensiblen Bodenarchitektur von Wäldern (Betonfundamente mit Durchmessern von bis zu 30 m und Tiefen von 12 m) wirken der zugewiesenen Schutzfunktion von Wäldern diametral entgegen.
Grundsätzlich gelten Wälder als wichtiges Element des Grundwasserhaushaltes der gesamten Bodenfläche.
Insofern stellt jeder Eingriff (s. Betonfundamente!) schon in normalen klimatischen Zeiten eine spürbare Verletzung dieses elementaren Elementes von Wäldern dar.
Erst recht durch die zunehmende gravierende Trockenheit infolge der fortschreitenden Klimaveränderungen plus der Verluste durch Borkenkäfer wird das sensible System „Wald“ in hohem Maße belastet.
Eine zusätzliche Belastung durch Windkraftanlagensysteme stellt einen eigentlich unzulässigen sträflichen menschlichen Eingriff in dieses bereits heute in höchsten Maße gefährdete Ökosystem Wald dar.
Ich vertreten die Meinung, dass bereits heute auf der Grundlage des bestehenden Thüringer Waldgesetzes und der dort festgeschriebenen Nutz-, Schutz- und Erholungsfunktion wie
• Holzproduktion,
• günstige Wirkung auf Klima, Boden, Wasserhaushalt und Luftreinhaltung,
• heimischer Tier- und Pflanzenwelt einen Lebensraum zu bieten und
• der Erholung für die Bevölkerung gerecht zu werden,
der gesamte Wald als harte Tabuzone einzustufen ist.
Bereits mit dem Bundesverwaltungs-Gerichts-Urteil vom 17.12.2002 (4 C 15.01.1 NVwZ 20031 733/735, juris Rn. 29)wird die Errichtung von Windkraftanlagen in einem geschlossenen Waldgebiet bzw. die Ausweisung eines Vorranggebietes für Windenergieanlagen in einem Waldgebiet als grundsätzlich unzulässig erklärt.
Das BVerwG stellt damit die Waldflächen mit Tabuzonen gleich, die von vorn herein nicht in Betracht kommen.
Gemäß § 10 Abs. 2 Thüringer Waldgesetz (ThürWaldG) ist die Genehmigung zur Änderung von Wald in eine andere Nutzungsart ( hier Bau von WEA) zu versagen, wenn das öffentliche Interesse am Walderhalt überwiegt.
Wenn gleich ein durchaus öffentliches Interesse am weiteren Abbau von klimaschädlicher Energieerzeugung besteht, so besteht in gleich hohem Maße ein öffentliches Interesse am Walderhalt.
Das zumal, da bei weitem nicht alle technischen, organisatorischen und politischen Möglichkeiten einer sinnvollen Energiewende ausgeschöpft sind.
Aber die Überlebensmöglichkeiten unserer Wälder sind auf lange Sicht fast erschöpft.
Der Bau von Windkraftanlagen in den Wäldern nimmt den Wäldern weitere Kraft zum Überleben.

10. September 2020 | Gast | R. Tino Böttner und Roswitha Hopfer
Keine Windkraftanlage

Strom muss sein, aber nicht auf diese Weise. Alternativen wurden bei keiner Veranstaltung angeboten, Solarfelder sind sicherlich auch nicht besonders schön und wurden teilweise z. B. auf der Strecke Kulmbach nach Bamberg wieder abgebaut oder sind kaputt. Wer hat eigentlich das Recht Fauna und Flora zu schädigen.
Wer übernimmt die Pflege der Anlage? Welche zusätzlichen Maßnahmen z. B.: Wege vom Aufbau bis zur Errichtung, Wege für Löscharbeiten im Brandfall sind notwendig, Sind unsere örtlichen Feuerwehren dazu in der Lage, Die versiegelten Zufahrtswege sind nicht tragbar. Förster sind für jeden Tropfen Wasser im Wald dankbar. Wo kein Wasser auch keine Bäume. Für welchen Zeitraum werden diese WKA gebaut? Wer garantiert die angebliche Zeit von 20 Jahren und was dann?. Die Natur ist bis dahin geschädigt, wer kümmert sich um die Wiederherstellung. Vögel und Fledermäuse kommen sicherlich nur schwer zurück. Niemand hat bisher Erfahrungen von WKA aus Holland und der Nordsee an die betroffenen Bürger mitgeteilt. Wer fragt nach den betroffen Bürger von Windischenbernsdorf bis
St. Gangloff, deren mühevoll erbauten Immobilien die ihren Wert verlieren. Wer fragt nach dem Erholungswert der Bewohner? Jeder Baum lebt und ist nicht nur für Klimaschutz notwendig.

10. September 2020 | Gast | Kevin Kögler
WKA im Wald - auf keinen Fall !

Windkraft mag dem Grunde nach eine alternative Energiequelle sein und ist nicht an sich abzulehnen. Jedoch muss man umsichtig und vernünftig mit dem Thema umgehen. Wenn hierfür Kompromisse einzugehen sind, welche am Ende mehr Schaden für Natur und Mensch bringen, sind Windkraftanlagen abzulehnen.
Es gibt in Deutschland allgemein, sowie in Thüringen durchaus geeignete Großflächen (z.B. Autobahnen, hier sei die Großfläche um Leipzig beispielhaft genannt).
In unmittelbarer Nähe zu Wohnorten und vor allem in Wälder gehören diese Bauten ganz sicher nicht.
Gerade bei den seit geraumer Zeit geführten Diskussionen um den Klimaschutz muss eine differenziertere Betrachtung des Themas "Windkraft" angestellt werden.
Wir reden vom Klimawandel, dem Erhalt der Natur, den Wäldern, den Seen und der Artenvielfalt in der Tierwelt. Das sollte nicht am Ende des Tages alles nur Gerede sein. Vor allem nicht seitens der Politik. Diese hat die Verantwortung, auch und gerade vielleicht einst getroffene Entscheidungen im Zeichen der Zeit zu überdenken und notfalls zu revidieren. Dies ist keine Schwäche, es ist gerade eine Stärke, Fehler zuzugeben. Eben ein solcher Fehler ist die bedingungslose Umsetzung von Bauvorhaben für Windkraftanlagen.
Thüringen gilt nicht von ungefähr als das "grüne Herz Deutschlands". Das ist eine Marke, ein Slogan, ein Fakt und auch ein Versprechen.
Thüringen und speziell auch der Saale-Orla-Kreis zeichnen sich durch eine große Grün- und Waldfläche aus.
In anderen Ländern wird protestiert gegen Abbau und Rodung von Wald. Hier will man dies zulassen für Windkraftanlagen.
Bedauerlich, wenn die Grünen das nicht erkennen. Welchen Wert hat diese Partei dann überhaupt?
Eine Frage muss dabei erlaubt sein. Das alles wirklich für saubere und umweltfreundliche Energie? Mitnichten!
Vielmehr soll dies auf einem Gebiet entstehen, in ländlicher Gegend, in den neuen Bundesländern, mit vergleichsweise günstig zu erwerbenden Flächen. Hier kann man den Menschen teilweise besonders gut mit Pachtsummen locken. Die Risiken? ...geschenkt. Das wird weggelassen. Warum sonst kauft man die Flächen denn nicht? Weil man Spätfolgen und Folgekosten nicht tragen will. Das überlässt man dem Verpächter, wenn man dessen Flächen nicht mehr braucht.
Es geht hier am Ende nur um Eines... den monetären Aspekt. Eine Lobby die hier günstig an Land kommen und mit dem Versprechen von sauberer Energie einfach nur Geld verdienen will.
Profit vor Mensch. Das allein ist hier der Ansporn. Die Umwelt, das Klima, die Wälder schützen in dem man sie zerstört? Eine höchst seltsame Logik.
Lassen Sie nicht zu, dass gerade in diesen Zeiten, durch Profitgier der Klimawandel eher beschleunigt denn aufgehalten wird.
Es gibt bessere Standorte für Windkraftanlagen und vielleicht ja auch bessere Alternativen. Auf keinen Fall gehören Windkraftanlagen in den Wald!

10. September 2020 | Gast | Thorsten Heublein
Wald ist ein großes Stück Lebensqualität

Wald ist Erhaltenswert, die Erholung der Menschen muss es uns Wert diesen in seiner Masse und Artenreichtum zu erhalten. Windkraftanlagen sind sicherlich aus heutiger Sicht auch wichtig,diese können an Stellen wo kein Wald weichen muss und ausreichen Abstand zur Wohnbebauung vorhanden ist entstehen.

10. September 2020 | Gast | Kathrin Kern-Ludwig
Ja, zur Änderung des ThürWaldG

Alternative Energiegewinnung ist unsinnig, wenn sie genau das zerstört was man eigentlich durch sie bewahren will ... die Natur. (R. Messner)

Wenn durch WEA eine wettbewerbsfähige (unsubventioniert) und tatsächlich nachhaltig sichere Form der Energieerzeugung möglich wäre, dann gehörte diese Art der Energieerzeugung tatsächlich in einen alternativen Energiemix. Dies ist allerdings nicht gegeben und rechtfertigt somit den Ausbau dieser lobbygetriebenen Technologie nicht... weder im Wald noch anderswo.

Setzt man darüber hinaus aus rein parteiprogrammatischen oder sonstigen Gründen auf Windenergie, ohne an adäquate Speicherkapazitäten zu denken oder diese vorzuhalten, lässt sich bei derartig schwankenden Erzeugungsleistungen die Netzstabilität nicht gewährleisten. Dies wäre zum Nachteil für die Bürger und die Wirtschaft Thüringens gleichermaßen. Das kann also nicht das Ziel sein.

Der Ausbau der WEA ist m.E. nicht der Weisheit letzter Schluss, wenn man sich auf den Weg hin zu einem „klimaneutralen Freistaat“ macht. Lasst uns weiterdenken, intensiver nach echten Alternativen suchen und nicht sinnlos Geld verbrennen!

Dazu braucht es endlich eine lösungsoffene und ideologiebefreite Debatte über einen intelligenten Technologiemix.

Im Übrigen können wir das Klima nicht schützen, unsere Umwelt bzw. Natur hingegen schon... Ursache und Wirkung wird hier offensichtlich verkannt.

10. September 2020 | Gast | BI Gegenwind im Kleinen Thüringer Wald
Windenergieanlagen gehören nicht in Wälder!

Für neue WEA in Wäldern müssen infrastrukturelle Voraussetzungen (Zufahrtswege, Kabeltrassen, …) geschaffen werden, die die sowieso schon geschädigten Waldflächen zusätzlich belasten und im Prinzip somit völlig sinnfreie „Kollateralschäden“ darstellen. Vielmehr muss u.a. auch über eine Erweiterung bestehender Windparks nachgedacht werden, da dort die erforderliche Infrastruktur bereits vorhanden ist.

10. September 2020 | Gast | BI Gegenwind im Kleinen Thüringer Wald
Keine Windräder im Wald!

Der Wald ist ein extrem wichtiger Teil unseres Ökosystems, der durch Wind-/Sturmschäden, Borkenkäferbefall Wasserknappheit usw. sowieso schon genug belastet ist. Die erforderlichen Rodungen und 4.000 Tonnen Beton im Boden für jede WEA zerstören ihn zusätzlich. Auch die Tierwelt wird durch diese Eingriffe nachhaltig geschädigt. Unsere „grüne Lunge“ muss geschützt und unsere Nachwelt erhalten werden!

10. September 2020 | Gast | Silvio Schüler
Änderung Waldgesetz

Thüringen mein Heimatland
Hat der Mensch eigentlich eine besondere Stellung im Ökosystem der Erde ? Oder ist er nur eine Art unter Vielen ? Ist der Mensch anpassungsfähig und damit überlebensfähig oder passt er seine Umwelt an sich an ? Eines steht fest, der Mensch ist zweifellos das invasivste und zerstörerischste Lebewesen. Seine Beherrschung von Elektrizität und fossiler Brennstoffe haben seine Fähigkeit zu zerstören noch vervielfacht. Denn alle menschlichen Aktivitäten, egal wo auf dem Planeten, haben Auswirkungen auf die Biosphäre. Doch der moderne Mensch in der kapitalistischen, konsumorientierten Gesellschaft, die ohne Wachstum nicht auskommt und in der die Geldgier fast unendlich scheint, wird zu seiner klimaschädlichen Lebensweise förmlich gezwungen. Es wurden von den Weltunternehmen und Großkonzernen Strategien einer geplanten Kurzlebigkeit fast aller erzeugten Konsumgüter entwickelt, um alles daran zu setzen, unsere Aufmerksamkeit und Bedürfnisbefriedung nur noch auf kommerzielle Ziele zu lenken. Mit dem einen Ziel: Profitsteigerung ! Durch die Allianz finanzkräftiger Akteure und der ausschließlichen Lenkung durch das Internet, geraten wir Menschen in eine gewollte Passivität und digitale Abhängigkeit. Und nur weil wir Menschen es so wollen, rechtfertigt man jede Art von Naturzerstörung: Massentierhaltung, Abholzung des Regenwaldes für Soja-und Palmölplantagen, intensive Landwirtschaft, Pestizideinsätze, Grundwasserverseuchung durch Gülleeintrag, Fichtenmonokulturen, G5-Ausbau , ect. Wo ist der große Aufschrei der Naturschutzverbände in Deutschland und Thüringen ? Wo ist die Entschlossenheit der Landesregierung etwas grundlegend ändern zu wollen ? Oder steht man in Thüringen auch nur unter dem Diktat der kurzfristigen Interessen und dem Willen, die nächste Wahl zu gewinnen ? Man beschränkt sich auf Maßnahmen, die schnell ihre Wirksamkeit entfalten, verlagert die Herausforderungen eines CO2 reduzierten Lebensstils zeitlich nach hinten, oder auf andere Erdteile und überlässt es der nächsten Generation. Diese Politik wirkt nur noch befremdlich, unehrlich und am Bürgerwillen vorbei. Es wirkt sogar anmaßend und lächerlich zu behaupten, dass Deutschland in der Lage wäre, die Erderwärmung zu beschränken, wenn man momentan nicht einmal ansatzweise in der Lage ist, die Ökosysteme von morgen zu retten und zu erhalten. Die Energiewende stellt sich als sehr ehrgeiziges, aber total sinnloses Projekt dar. Und dazu den Wald zu verhökern. Für mich ist hier kein politischer Wille erkennbar und es ist den Bürgern gegenüber nicht ehrlich und wirkt unglaubwürdig, denn dann würde man sofort etwas ändern. Die Europäische Subvensionspolitik müsste neu ausgerichtet werden, lokale Kreisläufe aufgebaut, Verpflichtungen der Landwirtschaft zu schrittweisem Pestizidverzicht gesetzlich verankert werden. Stattdessen verbrauchen wir immer mehr Erdöl, Ressourcen und Wasser (70 % des weltenweiten Wasserverbrauchs geht auf das Konto der Landwirtschaft, 22 % der Industrie), wir stoßen immer mehr CO2 aus und sind für ein Artensterben in Größenordnungen verantwortlich. Markus Brogsitter, Geschäftsführer der WSB GmbH sieht das auch ganz anders: "Die Politik in Thüringen hat das Potential von WKA-Ausbau erkannt und schlägt den richtigen Weg ein. Wir übersetzen das Ziel bis 2040 Thüringen aus 100 % Mix EE zu decken und statt 0,3 - 1,0 % Landesfläche für WKA zur Verfügung zu stellen und das gemeinsam mit lokalen Entscheidungsträgern, Bürgern und Genehmigungsbehörden." Hier schreien die vordergründigen wirtschaftlichen Interessen doch förmlich aus jedem Satzteil. Aber eigentlich geht es nicht um unser kleines Bundesland Thüringen, sondern um die Einflussnahme der Bauernverbände, Lebensmittelhersteller, der Großindustrie und aller möglichen Lobbys.
Hier geht es nicht um Klimaschutz, Umweltschutz, Naturschutz. Hier geht es um börsendotierte Unternehmen, Giganten der Macht, die spekulieren, die verschmutzen, verschwenden und zerstören, um es sich durch den Steuerzahlen noch finanzieren zu lassen. Und nun soll unsere Heimat zerstört werden, wo jegliche Sinnhaftigkeit fehlt. Wir brauchen endlich mutige, politische Verantwortliche, die weitsichtig genug sind, um unseren einmaligen Planeten in seiner Mannigfaltigkeit zu bewahren und Grundlagen zu schaffen, damit alles resilienter, autonomer und maßvoller abläuft. Schaffen sie in Thüringen neue Kooperationen. Stimmen Sie für den Erhalt unseres Waldes. Wald ist Leben ! Wald heißt Sauerstoff und Wasser ! Sauerstoff heißt atmen, Wasser heißt trinken ! Ohne Leben und die lebenswichtigen Elemente brauchen wir alle Konsumgüter und Dienstleistungen der multinationalen Konzerne nicht mehr ! Beweisen Sie Intelligenz, Wissen und Verstand ! Alles Andere nimmt Ihnen der Bürger und Wähler nicht mehr ab ! Die Argumente und Tatsachen aller vorheriger Kommentare sind Beweis genug, dass wir uns nichts mehr vortäuschen lassen .

10. September 2020 | Gast | Lisa Peters
Gegen Windkraftanlagen in Wald!!!

Frau Rosenbauer, bloß weil der Wald krank ist muss man ihn nicht noch mehr schwächen oder ihn noch mehr belasten. Wir müssen ihn stärken und schützen um ihn zu erhalten. Denn nur durch Wald, Natur, Pflanzen können wir existieren.
Es ist einfacher Wald zu erhalten und zu schützen, als in der Wüste Bäume zu pflanzen und heranzuziehen um Grünflächen zu schaffen.

10. September 2020 | Gast | Dr. Walter Richter
Stellungnahme zur Änderung des Thüringer Waldgesetzes

Sehr geehrtes Ausschuss für Infrastruktur, Landwirtschaft, und Forsten;
Sehr geehrter Ausschuss für Umwelt, Energie und Naturschutz,

Ich plädiere für die Änderung des Thüringer Waldgesetzes (ThürWaldG), damit weitere nicht kalkulierbare Schäden von unseren Wäldern abgewendet werden!
Unsere Wälder stellen eine sehr wesentliche klimarelevante "CO2-Senke" dar. Sie sind klimabedingt in ihrer derzeitigen Artenzusammensetzung in ihrer Existenz bedroht, weshalb von Fachwissenschaftlern von der dringenden Notwendigkeit des "Waldumbaus" gesprochen wird.
Mit der geplanten Errichtung von Windkraftanlagen (WKA) im Wald wird diesem "kranken" Ökosystem ein weiteres nicht kalkulierbares Risiko zugemutet, dessen Auswirkungen in ihrer Komplexität nicht erforscht sind. Begründete Risiken werden in der Stellungnahme des THLEmV vom 14.04.2020 zur Novelle ThürWaldG unter https://www.thlemv.de/wp-content/uploads/2020/05/2020-04-14_AnS-THL-Stn…, eingehend diskutiert, denen ich mich anschließen möchte. WKA im Wald und in Naturschutzgebieten dürfen gesetzlich nicht zugelassen werden!
Mit freundlichen Grüßen
Walter Richter

10. September 2020 | Gast | Gabi Eckardt
Keine Windräder im Wald!!!!

Ich fordere hiermit die Änderung des Waldgesetzes.
Der Wald dient zum Klimaschutz, Naturschutz, Bodenschutz, Trink-und Hochwasserschutz, Lärmschutz vor der Autobahn/Straßen, Wasserspeicher, Sauerstoffspender, CO2 Speicher/Senker, Rohstofflieferant, Lebensraum und Nahrungsraum für Tiere, Erholung für den Mensch,......
Durch Windkraftanlagen wird in das Ökosytem stark gefährdet. Zum Beispiel durch größere Schäden bei Sturm, bei Trockenheit kann der Wald sich durch solche großen Kahlschläge nicht schützen.
Die großen Fundamente der Windkraftanlagen wird der Boden verändert, Schadstoffe eingebracht was erhebliche negative Auswirkungen auf das Grund- und Quellwasser hat.
Mit der Errichtung von Windkraftanlagen wird gegen eine Vielzahl von GESETZEN im Rahmen des Tier-,Natur-, Wasser-, und Waldschutzes VERSTOßEN, vor allem aber gegen das Grundgesetz!!!

10. September 2020 | Gast | C. Klein
WEA im Wald - nein danke

Im Thüringer Waldgesetz wird unseren Waldflächen u.a. eine Schutzfunktion zugesprochen.
Wenn man diese auf den Klimaschutz bezieht, erübrigt sich - vernünftig betrachtet - jegliche Deabtte darüber, ob Waldflächen für WEA gerodet und zerschnitten werden. Waldmehrung gehört auf die Agenda.
Die Lebensraum- und Erholfunktion - beide ebenso gesetzlich verankert - stehen dann auch als lediglich schmückende Begrifflichkeiten verloren da.
Was die Nutzfunktion angeht, so sollte man genau JETZT einen Blick in Thüringens Wälder werfen und schauen, was "nachher" überhaupt noch möglich ist.
Die Unternehmerverbände und die Holzindustrie werden bestimmt begeistert sein. (Ironie)

10. September 2020 | Gast | Oliver R. Seidel
Es darf kein Wald für Windräder geopfert werden

Ich bin Thüringer und wohne derzeit nicht in Thüringen. Dennoch bin ich noch immer eng verbunden mit meiner Heimat und mir liegt die aktuelle Diskussion sehr am Herzen.

Ich schließe mich 100%ig den anderen Kommentaren an. Der Wald in Thüringen darf nicht für die Erstellung von Windrädern geopfert werden. Das macht wie von vielen hier nachvollziehbar dargelegt wurde ökonomisch wie ökologisch keinen Sinn. Die Entscheidung, die zu dem Bau der Windkraftanlagen geführt hat, beruht nicht auf demokratischen Prozessen und ist daher abzulehnen. Die Auswirkungen auf die betroffenen Anwohner wurden meines Erachtens nicht ausreichend gewürdigt.

10. September 2020 | Gast | Dr. Barbara Linde
Keine Windräder im Wald

Ich bin gegen die Zerstörung unseres Waldes, unserer Umwelt - auch durch Windräder!

10. September 2020 | Gast | BI Gegenwind Schleusingen; Ortsgruppe Nahetal-Waldau "Keine Windkraftanlagen auf dem Waldauer Berg"
Änderung Waldgesetz

WEA im Wald zerstören die Natur mehr als sie "angeblich zu schützen". Wir sind froh und glücklich noch so schöne,erholsame und natürliche Landschaften zu haben.
Wir erleben gerade auch in Zeiten von Coraona wie die Nachfrage nach heimischen Urlaubsregionen stark zunimmt. Dies gilt es zu unterstützen, kann aber nur mit Intakten Landschaften geschehen.
Ganz verwerflich ist wenn 250m hohe WEA auf Bergsätteln geplant sind, mit eine Gesamthöhe wie der Rennsteig (in dieser gegen) und keine 100m vom Naturpark Thüringer Wald und in direkte Sichtweite (ca.1000m) des UNESCO-Biosphärenreservates entfernt sind.

10. September 2020 | Gast | Dr. Rainer Linde
Keine Windräder im Wald

Ich fordere ein sofortiges Moratorium, um den Bau von Windkraftanlagen im Wald noch vor der Änderung des Wald-Gesetzes zu verhindern.

09. September 2020 | Gast | BI Gegenwind im Kleinen Thüringer Wald
ein Klares nein zur Errichtung von Windkraftanlagen in Thüringen

Unsere Wälder haben neben der wirtschaftlichen Nutzung zahlreiche andere Funktionen.
Für den Menschen sind dies vor allen ein Ort der Entspannung und Erholung.
Gerade Thüringens wird nicht zuletzt sind aufgrund der Komplexität und oftmals Ihrer natürlichen Belassenheit der Wälder im zunehmenden Maße wieder ein Ziel für sanften Tourismus.Windkraftanlagen wäre da zumindest kontraproduktiv und würden einem weiteren Ausbau des Tourismus entgegenstehen.

Neben dem wirtschaftlichen Aspekt hat der Wald eine Schutzfunktion für Flora und Fauna.
Seltene vom aussterben bedrohte Tiere , wie Schwarzstorch, Roter Milan, Bekassine, Uhu ,sämtliche Eulen-und Kauznarten aber auch Wildkatze würden durch die Errichtung von Windkraftanlagen Schaden nehmen. Sei es durch physischen Schäden durch Kollision mit den Rotorblättern oder durch Beunruhigungen durch Lärm und Infraschall.

Zu vernachlässigen ist nicht die Funktion des Waldes für den Wasserhaushalt.
Wald ist unser größter und wichtigster Wasserspeicher, gerade in Zeiten des Klimawandels wird kommt ihm dadurch eine besondere Bedeutung zu.
Durch die Errichtung non WKAs und den damit verbundenen monströsen Betonfundamenten wird der Boden versiegelt, Wasseradern durchschnitten.
Es ist zu befürchten, das Quellen und Bäche dadurch im Umfeld versiegen, der Schaden für die Pflanzenwelt wäre unabsehbar.

Die oftmals gemachte Äußerung keinen Baum fällen zu wollen für die Errichtung von Windkraftanlagen ist rein populistisch und beruht auf wenig Sachverstand.
Zur Ausweisung von Windvoranggebieten werden die unterschiedlichsten Kriterien berücksichtigt.
Windhöffigkeit, Mindestabstände zur Wohnbebauung, geologischen Besonderheiten, Naturschutzaspekte usw.
Die Wahrscheinlichkeit das all diese Kriterien auf einer ausreichend großen Kalamitätsfläche zusammenkommen ist gleich 0.
Außerdem ist kranker Wald kein toter Wald, Wenn selbst durch Dürre und Borkenkäferbefall die Bäume entnommen werden müssen, so ist die Erdschicht , die Moosschicht, die Strauchschicht mit ihren vielseitigen Mikro-Ökosystem ein schützenswertes Gut.
Durch vorauschauende artenreiche Wiederaufforstung mit Tiefwurzlern muss der Wald fit gemacht werden für die anstehenden klimatischen Herausforderungen.
Somit wird unser Wald den wichtigseten Beitrag in unserer zukünftigen CO2 Bilanz leisten .

09. September 2020 | Gast | Marcel Bachmann
Schaut euch unsere Wälder an sie haben schon genug gelitten

Man muss sich leider die Augen reiben und fragen ob das eigentlich alles noch real ist was hier gerade geschieht! Als ob wir nicht schon genug Probleme haben unseren Wald zu erhalten (Trockenheit und Borkenkäfer) da kommen die Herrschaften mit ihren Windrädern um die Ecke. Und wollen mal so schnell paar 100Ha Wald für Windräder opfern! Gerade da wo noch eine der wenigen großen, gesunden und zusammenhängenden Waldflächen besteht! Es beeinträchtigt ja nicht nur die Menschen die hier, leben sondern auch die Tierwelt mit Flora und Fauna! Es ist auch nicht ganz verständlich, wenn ich auf meinem Grundstück einen Baum fällen möchte muss ich mindestens zwei Ortstypische Bäum neu pflanzen! Und was ist da im Wald???
Laut neuster Harvard-Studie wird durch die Luft-Verwirbelung noch weit hinter den Anlagen, das Mikroklima zerstört.
Das führt zu Wachstumsstörungen und Trockenheit (kein Klimaschutz)! Ziel für Thüringen muss es sein, auch morgen noch die Vielfalt der Thüringer Wälder nutzen zu können. Unsere Aufgabe ist für uns, unsere Kinder und Enkelkinder die Einmaligkeit und den Lebensraum zu achten und zu schützen!

09. September 2020 | Gast | Birgit Rothe
Ich bin gegen Windräder in unseren Wäldern

Geh in den Wald!
Da ist es Frühling.
Da warten Bäume auf Dich.
Herrliche Bäume, die schweigend von der Stille zehren und von dem Saft, der bis in die letzten Zweigspitzen steigt.
Da singen die Vögel für Dich.
Da ist Ruhe, unsagbarer Frieden.

von Phil Bosmans

Dieses kurze Gedicht beschreibt meine Einstellung zum Wald. Ich finde unser Wald hat schon genug Umwelteinflüsse mit dem er Tag für Tag leben muss, daran denke ich an die viel zu trockenen Monate jedes Jahr. Auch der Borkenkäfer ist eine schlimme Krankheit für die Bäume. Stürme und Unwetter kommen hinzu.

Es hat für mich nichts mit umweltfreundlicher Energie zu tun, wenn dafür Hektar Weise Wald gerodet werden.

09. September 2020 | Gast | Interessengemeinschaft Naturfreunde Gefell/Hirschberg
Änderung Thüringer Waldgesetz

in Zeiten von Corona entdecken viele Menschen Ihre Heimat wieder neu, u. a. auch das "Grüne Herz" Deutschlands. Der Wald war schon immer ein Ort der Erholung. Das "Grüne Herz" besteht aus einer Vielzahl an Naturparks, Wanderwegen, einer Artenvielfalt die in Europa einzigartig ist. In der Region des Dreiländerecks Sachsen, Thüringen, Bayern gibt es länderübergreifend eine Vielzahl von Windrädern. Diese Gegend wird heute durch Wanderer großflächig gemieden. Ein weiterer Punkt ist der überall zu sehende Befall durch den Borkenkäfer. Wir sollten über jeden Baum der das überlebt dankbar sein und nicht unseren Wald durch breite geschotterte Zuwege und riesige Fundamente für immer zweckentfremden und versiegeln. Der überaus sensible Waldboden wird dadurch noch mehr gestört. Der Grundwasserspiegel und somit auch das Trinkwasser und die Wasseraufnahme der Bäume wird so massiv gestört. Ein Baum benötigt ca. 80 Jahre zum wachsen und sorgt während dieser Zeit für die Produktion von Sauerstoff und die Aufnahme von CO2. Ein Windrad ist nach ca. 25 Jahren veraltet. Wer entfernt die Fundamente wenn es den Hersteller der Anlage schon lange nicht mehr gibt? Wer und wie werden die Windräder entsorgt? Bleibt dies als Sondermüll im Wald liegen? Was ist bei einer Havarie, z.B. in einem trockenen Sommer? Lassen wir da den Wald abbrennen? Durch den Schattenwurf, die Positionslichter, das Rotorengeräusch fühlen sich die Menschen gestört und sicher ebenso die Tierwelt. Infraschall hat auf sensible Tierarten sicher auch einen gravierenden Einfluss. Auch der Einfluss auf den Menschen ist mittlerweile nachgewiesen, auch noch in größerer Entfernung zum Windrad. Deshalb auch grün handeln - keine Windräder im Wald! Erhalt des "Grünen Herzens"!

09. September 2020 | Gast | Anne Buschner
Der Wald muss geschützt werden!

Wer trägt die Konsequenzen dafür, wenn die Natur aufgrund von Profitgier zerstört wird?

09. September 2020 | Gast | Harald Buschner
Das Waldgesetz muss dringend geändert werden!!

Aufgrund der aktuellen Situation habe ich mich intensiv mit der Problematik „Naturschutz“ beschäftigt:
Bei der Errichtung von Windkraftanlagen im Wald mache ich mir besonders große Sorgen um die nicht vorhersehbaren Folgen für den Grundwasserspiegel. Es ist davon auszugehen, dass es dann, hier in St. Gangloff, irreparable Veränderungen im Pflanzen- und Tierreich, speziell in der Teichlandschaft und der vorhandenen Orchideenwiese (Flächennaturdenkmal!) geben wird.
Dem Natur-, Gewässer- und Klimaschutz wird bisher in keiner Weise Rechnung getragen!

Weitere Bedenken habe ich, was die Brandrisiken, den Feuer- bzw. Eiswurf durch Windenergieanlagen nahe, bzw. in den Wäldern und die Einschlaggefahr auf angrenzenden Straßen, Reit- und Wanderwegen angeht!

Windenergieanlagen sind nicht nur eine Gefahr für die heimische Vogelwelt - der Wald wird zum Industriegebiet und wir verlieren Teile unseres Naherholungsgebietes und Lebensniveaus!

09. September 2020 | Gast | Marie Ellerhausen
Was haben Windkrafträder im Wald mit Naturschutz zu tun?

Ich stamme aus dem Saale-HOLZland-Kreis, der seinen Namen nicht umsonst trägt. Seit Jahren kann ich beobachten, wie sich riesige Windparks wie Krebs-Geschwüre auf der Landschaft ausbreiten. Gerade im malerischen Wartburgkreis, in dem ich jetzt lebe, rauben diese ganzen Landstrichen ihre Ästhetik. Das wäre zu verschmerzen, ginge es hierbei nicht ausschließlich um Profite: Die Anlagen werden nach 20 Jahren abgeschaltet und zurückgebaut, da sie sich ohne Zuschuss vom Staat nicht rentieren. Was hat DAS bitte mit Natur- und Klimaschutz zu tun?

In meiner Heimat, St. Gangloff, sollen nun solche Räder in den Wald gesetzt werden (in ein Natur- und Flächenschutzgebiet!). Unsere Wälder beheimaten eine Vielzahl schützenswerte Tierarten wie den Schwarzstorch, den roten Milan, den Schwarzmilan und Fledermäuse, die durch die Windräder nachweislich gefährdet werden.
Die Hitzewellen und damit verbundenen Dürren haben auch in diesem Jahr wieder Schlagzeilen gemacht. Ständig wird davon gesprochen, dass der Wald zugrunde geht und die Bäume vertrocknen. Durch die riesigen Fundamente der geplanten Windräder wird die natürliche Wasserversorgung des Waldes empfindlich gestört, wenn nicht sogar komplett zerstört. Das Brandrisiko dieser Anlagen ist erheblich und es ist nicht von der Hand zu weisen, wie gefährlich ein Brand im trockenen Wald ist.

Auch die Emissionsbelastung durch die Anlagen ist nachgewiesen (Infraschall), andere Länder haben den Bau der Anlagen in Siedlungsnähe aus diesem Grund bereits verboten. Der Infraschall bringt sowohl für Menschen als auch für die Tiere gesundheitsschädigende Folgen mit sich, die sich z.B. in Kopfschmerzen oder Herzrhythmusstörungen äußern.

Sicherlich gibt es Orte, an denen Windkraftanlagen effektiv sein können und niemanden beeinträchtigen (ich denke dabei an große Landflächen, die agrarwirtschaftlich genutzt werden). Im Wald als so schon bedrohtem und durch und durch schützenswertem Ökosystem hat dieser Wahnsinn nichts verloren!

09. September 2020 | Gast | Kathrin Buschner
KEINE WINDENERGIEANLAGEN IM WALD!!

Durch die Errichtung der Windenergieanlagen verlieren wir Teile unseres Naherholungsgebietes und Lebensniveaus. Es ist absolut contra-produktiv und nicht zu verstehen, dass in einer Zeit, in der das Waldsterben durch die fehlenden Niederschläge und Temperaturveränderungen dramatisch ansteigt, Wälder abgeholzt werden, um in allen Punkten umstrittenen Windkraftanlagen im Wald zu errichten. Dabei wird nicht nur der Wald, sondern auch das natürliche Wassersystem beeinflusst und zerstört! Die ökologischen und hydrologischen Folgeschäden sind nicht abzusehen!
Windenergieanlagen sind außerdem eine Gefahr für die Vogelwelt, speziell der in Thüringen heimischen, windkraftsensiblen und besonders schützenswerten Arten wie Rot- und Schwarzmilan, Schwarzstorch und diverse Fledermausarten, etc.

Ich bin mit meiner Familie nach St. Gangloff gezogen, weil wir uns gern in der Natur aufhalten, im Wald wandern oder spazieren gehen, Rad fahren und Erholung und Kraft schöpfen. Die Nähe des Waldes, mit all seinen Vorzügen, schätzen und lieben wir.

Ich werde auf keinen Fall zulassen, dass mein Umfeld durch eine solche, äußerst umstrittene, Energiepolitik zerstört wird!! Aus diesem Grund wird es höchste Zeit, dass das Wald-Gesetz endlich zum Schutz des Waldes geändert wird!

09. September 2020 | Gast | Manfred Gossler
Änderung muss in das Thüringer Waldgesetz

Die Vernunft gebietet uns die Thüringer Wälder aufzuforsten und nicht abzuholzen!
Sie sind neben dem Erholungswert auch Lebensgrundlage für Tiere und Menschen.
Auch sind sie einzigen natürlichen CO2-Vernichter und haben eine außerordentlich
Bedeutung für die biologische Vielfalt, Klima, Wasser und Boden.
Unvorstellbar die Gefahr, wenn so eine Anlage brennt!
Auf Feldern werden sie "kontrolliert" abgebrannt und im Wald?
Alle Befürworter sollten dann zur Kasse gebeten werden.
Einzige Schlussfolgerung : keine Windräder in Thüringer Wälder -
Änderung des Waldgesetzes

09. September 2020 | Gast | Sabine Glöckner
Aufstellen von Windkrafträdern

Ich wünsche mir die Abschaffung der Windkraftanlagen. Es gilbt Alternativen, die umweltschonender sind. Wir sollten das Wissen von V. Schauberger nutzen und mit der Natur leben. Jetzt zerstören wir unsere Umwelt, ich denkte dabei auch an den Ausbau des G5 Netzes, dass verantwortungslos ist. Schulen und Medien haben die Pflicht, ehrlich die Menschen zu informieren.

09. September 2020 | Gast | Sabine Barsch
Änderung Thütinger Waldgesetz,Windanlagen im Wald

Ich bin gegen Windkraftanlagen in Thüringer Wäldern!
Sie zerstören unsere einzigartige Natur .Der Wald ist unsere natürliche Lenensgrunlage!!!
Wälder aufforsten und nicht abholzen!!!

09. September 2020 | Gast | Dagmar Gossler
Kein Baum für Windräder opfern

Ich schließe mich allen an, die der Meinung sind, dass keine Windräder in Thüringens Wälder gehören.

Was bereits in 7 Bundesländern gilt, muss auch im "Grünen Herzen Deutschlands" in Thüringen gelten.

09. September 2020 | Gast | Volker Bachmann
Wir müssen alles tun um…

Wir müssen alles tun um unseren Wald zu schützen.Sein wert ist uns bekannt, der größte Teil unseres Waldes ist krank,deshalb sollte alles getan werden ihn zu schützen , wieder aufzuforsten und nicht durch den Bau von Windrädern mit Gewalt zu zerstören.

09. September 2020 | Gast | Hans-Georg Büchner
Waldgesetz ändern!

Verantwortungsvoller Umgang mit unseren Ressourcen sieht anders aus. Jetzt müssen die Weichen gestellt werden für wirkungsvollen Walderhalt und Waldumbau.Die Forstwirtschaft hat schon viel zu lange vom Borkenkäfer befallene Waldflächen vernachlässigt. Arbeitskräfte sind genug da. Die Privilegien der Windindustrie gehören abgeschafft! Dann zeigt sich, dass ohne unsere Steuergelder Windräder unwirtschaftlich sind.

09. September 2020 | Gast | Sven Creutzburg
Keine Windräder - im Wald erst recht nicht!

Meinen Sie es mit diesem Forum wirklich Ernst?
Die Menschen in Thüringen haben bereits mehrfach mehrheitlich gegen die Errichtung von WKA abgestimmt! Gegen die Planungsvorhaben zu WKA, dann gegen die WKA Hersteller auf Ausstellungen vor Ort zu diesem Thema, dann sogar in öffentlichen Informationsveranstaltungen wobei auch die Vertreter von Amtsseite anwesend waren. Dabei ist dem interessierten Beobachter nicht entgangen, dass der Lobbyismus in Thüringen stark verbreitet zu sein scheint. Sie müssen Ihre Auflagen Anzahl X WKA's / Abschnitt Fläche unbedingt erzwingen. Die Menschen die hier leben (also Ihre Wähler) sind Ihnen scheinbar egal und ihre Wohnqualität und gesunde Umgebung auch. Immer wieder muss regelmäßig Einspruch gegen diese Willkürakte eingelegt werden, es reicht! Wir wollen nur ein normales Leben in und mit unseren Familien führen, die Kinder groß ziehen und einer redlichen Arbeit nach gehen. Nochmal WKA nein Danke, wir haben genug über diese schädliche und unnütze Technik geschrieben und unsere Zeit damit vergeudet. Diesen Schandfleck können sich die Befürworter gern selbst vor die Tür stellen. Bezahlt wird es durch uns über die weltweit höchsten Strompreise durch die EEG Umlage. Was machen Sie eigentlich mit diesem Geld?
Den Wald nach den trockenen Jahren und dem Borkenkäferbefall noch zu roden klingt wie ein schlechter Witz. Leider scheint die Umwelt- und Naturbehörde bis in die höchsten Ministerien abzuwägen, was mehr Natur und damit schützenswert ist. Der Wald oder das Windrad. Diese Technik gehört hoffentlich bald der Vergangenheit an, darauf freuen wir uns!
Im Wald gibt es erwiesener Maße schützenswerte und unter Naturschutz stehende Tiere. Wo ist Ihr Problem, verstehen Sie das Wort Naturschutz nicht, ich verstehe es und nehme den Job im Umweltministerium hierzu gern an. Andernfalls machen Sie Ihren, zum Wohle der Menschen die Sie gewählt haben.
Den meisten Menschen macht es Angst, wenn Sie die Autobahn benutzen und die schon viel zu vielen Windparks entlang der Straße stehen sehen. Die Intuition sagt einem: "Nichts wie weg hier.." Auch als Politiker müssen Sie zugeben, dass es Ihnen ähnlich geht.
Die CEO's der größeren Konzerne & Firmen reden und schreiben über die Nutzung von einem 100% Anteil an Erneuerbaren Energien in den Hochglanzgeschäftsberichten ihrer neuen CSR Berichte. Woher bekommen diese den Strom, wenn es Nacht windstill ist. Lügen nichts als Lügen. Sie sind in Thüringen an solchen Firmen beteiligt... Abschließende Bitte als Vater von drei Kindern, lassen Sie den Wald stehen, sehen Sie vom Bau der WKA's ab. Sie kennen die negativen Einflüsse ganz genau. Dann können unsere Kinder hier auch noch gut leben. Und Sie und ihre Familien auch.

08. September 2020 | Gast | Wolfram Peter
Änderung des Thüringer Waldgesetzes

Windenergieanlagen sind Industrieanlagen, die durch ihre Errichtung irreparable Schäden am Wald, dessen Boden und somit auch unseren Grundwasserspeicher anrichten. Aus ökologischer Sicht ist der Wald ein idealer CO2-Binder und hilft die CO2-Bilanz zu verbessern. Er ist ein unverzichtbarer Wasserspeicher und Feuchtigkeitsregulierer. Dort leben viele schützenwerte und stark gefährdete Tiere und Pflanzen. Aufenthalte im Wald haben einen nachweislich hohen Erholungswert und sind gesundheitsförderlich. Daher wird zunehmend das "Waldbaden" als Therapie bei verschiedenen Erkrankungen empfohlen und angeboten. Es ist unverantwortlich den über Jahrhunderte entstandenen ursprünglichen Wald kurzfristigen und kurzsichtigen wirtschaftlichen Interessen der Energiebranche zu opfern.

08. September 2020 | Gast | BI Löhma/Kirschkau "Unser Wald bleibt stehen"
Keine Windkraftanlagen im Wald - Stoppt den Irrsinn!

Ich bin für die Änderung des Thüringer Waldgesetzes!
Dieser Irrsinn des Baus von WEA im Wald darf keine Chance mehr haben und muss endlich beendet werden!

08. September 2020 | Gast | Mirko Broßmann, Löhma
Windkraft im Wald? Was für ein Wahnsinn!

Zu Beginn meines Diskussionsbeitrags möchte ich mich für die eine oder andere grobe und überspitze Äußerung entschuldigen. Aber dieses Thema ist für mich hoch emotional, da ich unmittelbar Betroffener bin. Im gleichen Zug bedanke ich mich für die Möglichkeit der Meinungsäußerung in diesem Forum.

Windkraft im Wald? Was für ein Wahnsinn!

Alle bis jetzt genannten Argumente gegen Windkraft im Wald unterstütze ich ohne Wenn und Aber. Doch möchte ich hier und jetzt einen etwas anderen Diskussionsbeitrag leisten:
Im Jahr 2016 bekam unsere Gemeinde Löhma die Hiobsbotschaft, dass sie als Windvorranggebiet "auserwählt" wurde. Ein großer Aufschrei und blankes Entsetzen machten sich in unserem Dorf breit. Es wurde eine Umfrage durch den Gemeinderat gestartet, bei der sich fast 90% der Bürger gegen Windkraft ausgesprochen haben. 90%! Die Nachbargemeinden Kirschkau und Lössau hatten ähnliche Werte.
Nun könnte man meinen, dass so hohe Ablehnungswerte der ländlichen Bevölkerung zu einem Umdenken bei unseren "Volksvertretern" führen muss. Aber Pustekuchen!

Ich als gelernter DDR-Bürger fühle mich leider in tiefste DDR-Zeiten zurückversetzt; wo wir nach dem Motto "Die Partei, die Partei, die hat immer recht" auch vor vollendete Tatsachen gestellt wurden. Diese Umgangsformen haben für mich teilweise diktatorische Züge an sich. Ganz besonders widert mich die Art und Weise an, wie man Stadt- und Landbevölkerung gegeneinander ausspielt:
Hier sticht mir unsere 5,2-Prozent-Partei ganz besonders ins Auge, deren Namen ich nicht nennen werde, da sie den nicht mehr verdient. Eigentlich sollte man nach so einem miserablen Wahlergebnis demütig werden und versuchen, gemachte Fehler zu korrigieren. Stattdessen wird in der gewohnten Arroganz und Überheblichkeit dem Wahlvolk gegenüber, massiv versucht die Gesetzesnovellierung zu torpedieren. Der Wähler hat sehr deutlich gezeigt, was er von der 5,2-Prozent-Splittergruppe hält. Nun sollten eigentlich unsere demokratischen Moralapostel mal beweisen, dass man selbst auch demokratisch ist. Ich denke gerade an ein Wahlplakat der vorletzten Thüringer Landtagswahl: Frau Siegesmund posiert vor einem Wahlplakat dieser Partei mit dem Slogan "Jeder Baum ist ein Zuhause".
Wie verlogen!
Heute nimmt die selbe Person die Rodung großer Waldstücken und somit die Zerstörung ganzer Ökosysteme in Kauf, um dort Industrieparks zu errichten. Denn das sind Windparks; nicht mehr und nicht weniger.
Die 5,2-Prozent-Partei wäre für mich erst ehrlich, wenn sie die Windräder ihrer Wählerschaft vor die Haustür stellen würden. Das hätte dann noch den genialen Nebeneffekt, dass die Menschen hautnah erleben oder spüren können, wie und wo ihr grüner Strom aus der Steckdose gewonnen wird.

Ich engagiere mich seit nun mehr fast fünf Jahren massiv gegen diesen geplanten Wahnsinn, Windräder in unserem Wald zu errichten. Und bin traurig und fassungslos, wenn man von ideologisch geprägten Dummschwätzern als Klimaleugner und was noch schlimmer ist, als Nazi bezeichnet wird.
Jeder von uns hat doch ganz sicher einen Lieblingsort in der Natur. Nun stellt sich mal jeder vor, dieses herrliche Fleckchen was uns erdet, glücklich und demütig macht, soll verschwinden. So geht es uns in Löhma momentan.

Ich erwarte von verantwortungsbewusster Politik Augenmaß und keinen lobbygeprägten zerstörenden Aktionismus. Aus diesem Grunde plädiere ich unbedingt für die Änderung des Thüringer Waldgesetzes, das für die Zukunft hoffentlich den Schutz unseres Waldes garantiert. Vielleicht kann ich dann etwas mehr Frieden mit der Thüringer Politik schließen.

Was ich unseren Politikern aber definitiv nicht verzeihen werde: "Dass ihr mir durch eure Politik bis jetzt fast fünf Jahre meiner wertvollen Lebenszeit geraubt habt"!

Mirko Broßmann, Löhma

08. September 2020 | Gast | Guido Löffler
Diskussion Waldgesetz

Der Begriff „Energiewende“ ist falsch gewählt! Teure „Energieergänzung“ die das schlechte Gewissen beruhigt, oder auch „Ablasshandel“ wären zutreffender.

Kaufkraft und Lebensstandards der Bevölkerung werden reduziert. Leidtragender ist unsere Landschaft und deren Natur.

Den Bürgern Deutschlands wird sowohl politisch als auch medial vorgetäuscht, dass volatiler Wind und Solarstrom eine ernstzunehmende Alternative zur Kernenergie bzw. zu fossilen Brennstoffen sei.

Wirtschaftsminister Peter Altmaier, Außenminister Heiko Maas sowie Bündnis 90 „die Grüne“ propagieren eine geradezu greifbare Zukunft, in der die Energiegewinnung fast ausschließlich zu 100% aus erneuerbaren Energien möglich wäre.
Fraßen begeistern die „grünen Massen“ und schwören große Teile der Bevölkerung auf eine klimafreundliche Zukunft ein. Jedoch sieht Realität anders aus.

DIE REALITÄT
Nimmt man sich die Zahlen und Veröffentlichungen von Herrn Prof. Dr. Gerd Canteför (Universität Konstanz), und die von Herrn Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Hans-Werner Sinn (IFO Wirtschaftsinstitut München) her, so tritt Ernüchterung ein.
Aktuell werden mit 30.000 Windkraftanlagen und 1,6 Mio. Photovoltaikanlagen gerade einmal 4% des Endenergieverbrauchs in Deutschland gedeckt.
Und dies ist auch nur möglich weil, der priorisierte flatterhafte Wind- und Sonnenstrom zuerst ins Netz darf. Die grundlastfähigen Schattenkraftwerke müssen ihre Produktion drosseln und springen dann wieder in die Lücke wenn kein Wind weht, oder die Sonne nicht scheint. Den Stromkunden kostet das jährlich 50 Mrd. Euro an Netzentgelten und der EEG- Umlage. Es wird uns fast wöchentlich bescheinigt, dass wir mit diesen ernüchternden Fakten die „Energiewende“ bezahlbar gemacht hätten. Jedoch sind diese Stromquellen ohne Speicher nicht selbstständig nutzungsfähig.
Das große Problem der Erneuerbaren liegt in der Verfügbarkeit. Während im Sommer relativ große Mengen produziert werden können und nur wenig Energie gebraucht wird, ist die Situation im Winter genau entgegengesetzt. Das heißt, dass der Strom vom Sommer bis in den Winter hinein gespeichert werden muss. Der Zeitraum der Überbrückung betrifft also keinen Tag-Nacht-Zyklus, sondern eine saisonalen von mehreren Monaten.

Die einzig funktionierende zur Verfügung stehende Speicherform, welche das mit niedrigen Verlusten kann, sind Pumpspeicherkraftwerke. Diese haben einen hohen Flächenbedarf und können nur unter bestimmten geologischen Voraussetzungen gebaut werden.
Schon jetzt wäre ein Speichervolumen von 10,8 Terawattstunden nötig, was in etwa 7000 Pumpspeicherkraftwerken der Marke Goldisthal entspricht. Um den volatilen Strom zu glätten und gleichmäßig über das gesamte Jahr zur Verfügung zu stellen. Laut dem Estorage- Projekt der EU aus dem Jahr 2014 kann man aber in gesamt Westeuropa nur noch 2,68 Terawattstunden zubauen. Ein einziges kann Deutschland noch gebaut werden.

Strom zu Methan bzw. zu Wasserstoff zu verarbeiten und anschließend wieder in elektrische Energie umzuwandeln, ist mit extrem hohen Verlusten von etwa 50-90% in Form von überschüssiger Wärme behaftet. Diese ist zwar bedingt anderweitig Nutzbar, jedoch fehlt es dann trotzdem an dem Anteil elektrischer Energie.

Windkraftanlagen der 5 Megawattklasse haben in Thüringen eine Ertragserwartung von etwa 1500 Volllaststunden. Bei 8760 Stunden im Jahr, entspricht das etwa 18% Grundlastfähigkeit. Eine Grundlastsicherheit selbst in Kombination mit Photvoltaik ist nicht gegeben. Selbst wenn wir alles bauenwürde, was möglich ist, sind wir trotzdem auf Doppelstrukturen angewiesen und können die Kapazitäten an grundlastfähigen Kraftwerken nicht reduzieren.

REDUZIERTER CO2-AUSSTOß
Der gesunkene CO2-Ausstoß ist nicht den Erneuerbaren zuzuschreiben! Nach der Wende(1990), wurde die DDR Industrie treuhändich zerstört. 80% des ostdeutschen Volksvermögens und damit 3 Mio. Ostarbeitsplätze sind dabei verloren gegangen. Das ist der tatsächliche Hauptgrund für den CO2-Rückgang und nicht unsere effektlosen Anstrengungen der Energiepolitik.
Ähnliche Effekte auf den Energieverbrauch waren zu beobachten beim 1. und 2. Ölpreisschock 1973 und 83, bei der Lehmann-Krise 2008 und der Krise der Prix-Staaten im Jahr 2014.

Weder das Pariser Klimaabkommen, noch das Kyoto-Protokoll, noch der europäische CO2-Zertifikatehandel konnten auch nur im Ansatz eine Reduktion erreichen.

Das 1% ZIEL
Auf Thüringer Landesebene wurde das 1% Ziel für die Windkraftanlagen definiert. Das klingt im ersten Moment zwar nicht viel, aber wenn man bedenkt, dass gerade einmal 4% der Fläche Deutschlands der Wohnbebauung zur Verfügung stehen, dann würde das auf Deutschland umgemünzt, einem viertel der Grundfläche eines jeden Wohnhauses der BRD entsprechen.

Sogar unsere sehr energieeffizienten Kohlenstoff und Wasser speichernden Waldflächen wurden für diese sehr ineffiziente Methode der Energieerzeugung geöffnet.

GEFAHRENVORSORGE
Für Windkraftanlagen besteht in Deutschland keine TÜV-Pflicht. Bis zu 20 Windkraftanlagen stehen in Deutschland pro Jahr in Brand. 150 Meter Nabenhöhe sind für keine Feuerwehr des Landes schnell genug zu löschen, um die Sicherheit für umgebende Waldflächen zu gewährleisten.
Gerade in Trockenjahren wie 2018/19 wären Großflächenbrände absolut denkbar.

DIE ERNEUERBAREN UND DIE PANDEMIE
Laut der Plattform CREDITREFORM, welche den Mittelstand sehr nahe steht, sind in unserer Repuplik 500.000-750.000 Unternehmen von Insolvenzen bedroht. Herbeigeführt durch die Maßnahmen des Lockdowns. Jeder fünfte Arbeitsplatz in Deutschland ist in Gefahr. Die Kosten für den Atomausstieg ( CO2-neutral), für den Netzausbau und für die Erneuerbaren werden über eine Billion Euro kosten.
Die Pro-Kopf-Verschuldung wird durch Corona weiter steigen. Wer kann sich dauerhaft noch den deutschen Strom leisten?

FAZIT
Aus dieser Diagnose heraus leitet sich klar der Befund ab, dass der Schutz des Allgemeinwohls und dessen Interessen, sowie unserer Natur unabdingbar ist. Diese Art der Energienutzung ist nicht dazu in der Lage ist, die industriellen Zahnräder Deutschlands zu drehen.
Daran werden auch neue Zauberwörter wie „ Sektorkopplung“ nichts ändern.

Der Ausbau von Windkraftanlagen ist in gesamt Thüringen zu stoppen!

Mit freundlichen Grüßen

Guido Löffler
Ortsbeiratsvorsitzender Gemeinde Weckersdorf
Stadtrat Zeulenroda-Triebes

08. September 2020 | Gast | Dr. Rolf Unbehaun
Keine Windenergieanlagen in den Thüringer Wäldern

Geeignete Flächen für Windenergieanlagen (WEA) werden in Deutschland und damit auch in Thüringen offenbar zur Mangelware, wenn bestehende Gesetzeslagen auf Bundesebene durch Lobby-Verbände der Windenergie geändert werden müssen, wie zuletzt im Investitionsbeschleunigungsgesetz vom 19.06.2020.
Die Thüringer Landesregierung hatte schon im Windenergieerlass von 2016 sowohl den Wald als auch bestimmte Schutzgebiete für die Nutzung von Windkraft geöffnet. Der Windkraft und ihren Lobbyisten soll substanziell Raum verschafft werden - auf Kosten des Ökosystems Wald, inmitten geschlossener Waldflächen.
Die bereits bestehende sowie geplante Windkraft im Wald verursacht mehr Schaden als Nutzen, denn der Ausbau geht auf Kosten des Natur- und Artenschutzes. Es kann nicht sein, dass der Artenschutz für einen fehlgeleiteten Klimaschutz Opfer bringen muss. Die bislang geschützten Fledermaus- und Rotmilanpopulationen, hier stellvertretend aufgeführt für bedrohte Tiere, die im Windvorranggebiet W7 beheimatet sind, werden den Interessen der Investoren geopfert.
Durch Wissenschaftler der DLR wurde bereits auf die Reduzierung der Insektenfauna durch WEA, besonders in der warmen Jahreszeit hingewiesen. Sie konnten nachweisen, dass neben dem Insektentod an den Rotoren der WEA zusätzlich die Reproduktion der Insekten gestört ist. Für Tiere, die sich von Insekten ernähren, werden die Nahrungsquellen und -ketten unterbrochen. Beispielhaft sind die ohnehin schon bedrohten Fledermäuse wieder betroffen. Der Verlust an Biodiversität und unversehrter Landschaft ist kein notwendiges Opfer für den Klimaschutz. Der Wald wird zum Industriestandort. Das Ökosystem des Waldes wandelt sich in ein Industriegebiet um, charakterisiert durch WEA, teils gerodeten Flächen, Stromtrassen und Zufahrtswege.
Geplant sind bislang Schwachwindanlagen in sogenannten „Windvorranggebieten“. Es handelt sich dabei um dominante, das Landschaftsbild zerstörende Windkrafttürme. Die von Herrn Bundesminister Altmaier öffentlich in den Medien auch als „Kathedralen der Energiewende“ bezeichneten Anlagen haben gewaltige Ausmaße: der Typ Vestas V162 mit einer Nennleistung von 5,4 MW hat eine Gesamthöhe von 250 Metern und eines Rotordurchmesser von 162 Metern.
Die politischen Entscheidungsträger in den einzelnen Bundesländern beurteilen den Bau von WEA im Wald unterschiedlich. Die neuen Bundesländer und Berlin bilden das Spektrum der Entscheidungen ab: In Berlin, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen und Sachsen-Anhalt ist der Bau von WEA im Wald verboten. Nur in Thüringen und Brandenburg ist er erlaubt.
Im Thüringer Waldgesetz wird nicht zwischen „gutem“ und „schlechtem“ Wald hinsichtlich der Baumarten unterschieden. Die Befürworter von Windenergieanlagen im Wald behaupten, dass es einen guten Wald gebe. Es handle sich dabei um Laubmischwald mit besonders hohem Einfluss auf die CO2-Klimabilanz. Fichten- und Kiefernbestände, sogenannter Wirtschaftswald, wird wegen der CO2-Bilanz als minderwertiger Wald eingestuft, der bedenkenlos für den Klimaschutz gerodet werden könne. Diese ideologisch und kommerziell geprägte Denkweise würde zu schweren Schäden in den Wäldern Thüringens führen.
Die Novellierung des Thüringer Waldgesetzes ist mehr als überfällig. Ich unterstütze deshalb den Gesetzentwurf der Fraktionen von CDU und FDP zur Änderung des Thüringer Waldgesetzes. Im Mittelpunkt steht dabei, dass die Wälder in Thüringen zukünftig vor dem Bau von WEA und zum Erhalt der Natur geschützt werden.