1. Welche Auffassung vertreten Sie zu Waldfriedhöfen als neue Friedhofsform?

Änderung bestattungsrechtlicher und waldrechtlicher Vorschriften

Entwurf vom 17. Mai 2016
Eingebracht durch Landesregierung
Federführender Ausschuss Innen- und Kommunalausschuss
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Die Diskussion ist seit dem 11.09.2016 abgeschlossen

Zurzeit befindet sich der Gesetzentwurf der Landesregierung zum Thüringer Gesetz zur Änderung bestattungsrechtlicher und waldrechtlicher Vorschriften vom 17. Mai 2016 (Drucksache 6/2169) in der parlamentarischen Diskussion. Nachfolgend finden Sie die Fragen, mit denen sich der Innen- und Kommunalausschuss derzeit befasst. Sie können Ihre Meinung zu den Fragen abgeben. Mit Ihren Beiträgen, Ihren Erläuterungen oder Ihrer Kritik können Sie Einfluss auf die Arbeit des Innen- und Kommunalausschusses nehmen.

Diskutieren Sie mit!

1. Welche Auffassung vertreten Sie zu Waldfriedhöfen als neue Friedhofsform?

07. September 2016 | KHO

Die Einrichtung weiterer Ruhewälder in Thüringen - neben Wallbach - ist längst überfällig !
Ich lehne den immer noch geltenden Friedhofszwang ab. Ich möchte frei entscheiden wie und wo ich meine letzte Ruhe finde und dieser Wille soll respektiert werden. Die Voraussetzungen hierzu sollten nun endlich von gesetzgeberischer Seite eineindeutig geschaffen werden. Ich begrüße und unterstütze die Einrichtung von Waldfriedhöfen als neue Friedhofsform.

04. September 2016 | Dr. Claus Untermann

Ich nehme den heutigen Wahlabend zum Anlass, einen Beitrag zu Bestattungswälderrn in Thüringen zu schreiben. Meine Frau und ich gehören zu den Gründungsmitgliedern der Bürgerinitiative "Bestattungswälder in Thüringen". Wenn die Politik immer so lange braucht, um Bedürfnisse der Bürger zu erkennen, anzunehmen und in lebensnahen Regelungen auszugestalten, wird es zukünftig noch ganz andere als die heutigen Wahlergebnisse geben.
In der Argumentation der Gegner von Waldfriedhöfen ärgert mich eine Scheinheiligkeit ganz besonders. Da wird behauptet, Waldfriedhöfe öffneten der Profitmacherei Tür und Tor. Tatsache ist, das auf allen Friedhöfen bis zur Verwirklichung der würdevollen Totenruhe Dienstleistungen benötigt werden. Warum soll Geldverdienen nur auf traditionellen Friedhöfen ehrenhaft sein?
Schließlich lehnen wir das unbegründete Selbsteintrittsrecht des LVA als Behördenwillkür ab. Aus welchem Grund soll in einem Genehmigungsverfahren für einen Waldfriedhoh, das nach den Regelungen des Bestattungsgesetztes gestaltet wird, eine Weisung des LVA erforderlich sein? Das Selbsteintrittsrecht ist überflüssig, es sei denn, es soll ein Veto-Recht des LVA in Sachen Waldfriedhöfe begründen. Das wäre ein schlechter Dienst an der kommunalen Selbstverwaltung.
Wir wünschen uns die baldige Verabschiedung der Änderung des Bestattungsgesetzes als einen bedeutsamen Beitrag zur Verwirklichung gleicher Lebens- und Sterbeverhältnisse in Deutschland.

02. September 2016 | Peter Schwarz

Ich komme mit folgender Frage an die Thüringer Politiker nicht klar:
Was, bitteschön, ist in Bad Berka anders als in Wallbach? Dort hat es keines neuen Bestattungsgesetzes bedurft, um den Waldfriedhof einzurichten. Für Bad Berka war das doch sicher auch möglich, ich war bei der Gerichtsverhandlung in Weimar dabei, nach Auffassung der Richter sprach nichts dagegen.
Will oder kann da jemand nicht über seinen Schatten springen?

29. August 2016 | Jens S. aus PF

Die Landesregierung muß für jeden Bürger die Vorraussetzungen schaffen, selbst zu entscheiden.
In unserer offen Gesellschaft, sollte das doch möglich sein.
Müssen wirklich die Bürger ihr Bundesland verlassen, um ihren Willen zu erhalten?

27. August 2016 | Holly

Warum sollte in Thüringen nicht möglich sein, was in den meisten anderen Bundesländern schon lange funktioniert?
Von den vielfältigen Möglichkeiten in vielen Europäischen Ländern ganz zu schweigen.
Welche rückwärts gerichteten Kräfte (Politik, Lobyisten usw) missachten den Bürgerwillen aus was für Gründen auch immer??
Wenn sich eine Bürgerinitiative bildet die schon über 600 Mitglieder hat, dann darf die Politik das nicht länger ignorieren.

26. August 2016 | Wolle

Wann wird durch die Landespolitik endlich der Bürgerwille zur Errichtung von Friedwäldern berücksichtigt, ich hatte gehofft, dass es unter der neuen Landesregierung diesbezüglich endlich möglich wird!

26. August 2016 | Merle

Jeder mündige Bürger sollte selbst entscheiden wie und wo er bestattet werden möchte! Es ist für mich ein gutes und beruhigende Gefühl eines Tages in dem Wallbacher Friedwald beigesetzt zu werden. Ohne unsere BI wäre das vemutlich nicht möglich gewesen und ich hoffe für alle Wartenden in der Region Bad Berka das es nun zeitnah eine positive Entscheidung geben wird.

25. August 2016 | edgarx

wieder eine neue Regelung im dt. Gesetzesdschungel. Wieder Arbeit für dt. Beamte. Lasst endlich die Menschen machen was Sie für richtig halten auch in Bezug auf die letzte Ruhestätte. Wenn keine Mitbürger, die Gesellschaft nicht beeinträchtigt wird, Bestattungen an allen Orten die sich die Menschen aussuchen.

23. August 2016 | Bratwurstkönig

Ich bin dafür, den Friedhofszwang abzuschaffen. Zu Lebzeiten habe ich bisher nichts mit der Kirche und irgendeinem Glauben an einen Gott zu tun. Ich besuche auch keine Kirchen u.ä. Warum soll ich dann trotzdem auf einem Friedhof begraben werden? Am liebsten wäre mir, dass meine Urne auf meinem Grundstück bleibt, oder als Alternative wenigstens in einem Friedwald!
Ich verstehe auch nicht, warum in Thüringen der Friedwald nur schwierig zu realisieren ist, obwohl der Anteil der Gläubigen hier nicht so hoch ist wie in anderen Bundesländern.

22. August 2016 | Eckhard

Errichtung eines Friedwaldes in Thüringen.
Seit Jahren warten wir auf die Errichtung eines Friedwaldes in Bad Berka und haben immer wieder unser Interesse bei den jeweiligen Behörden bekundet . Es ist sehr schade, dass im "Grünen Herzen Deutschlands", das Thüringer Bestattungsgesetz, dieser schon lange überfälligen Maßnahme, bis jetzt entgegen steht. Wir haben riesige Waldareale, wo vielen Menschen in der ureigenen Bestattungsfrage Rechnung getragen würde. Der Tod ist die letzte große Freiheit eines Menschen und jeder sollte ein Recht darauf haben, zu bestimmen, in welcher Form dies geschieht und nicht die Thüringer Landesregierung. Man sollte doch endlich diese Form von Bürokratie im Sinne der Achtung der Würde von Menschen beenden. Übrigens tut sich nur Thüringen so schwer. Jedes andere Bundesland hat einen oder mehrere Waldfriedhöfe. Ich betone "Wald". Und nicht die Errichtung eines solchen auf einem Friedhof. Man muss einfach akzeptieren, dass manche Menschen nicht auf einen Friedhof möchten. Wir hoffen auf eine baldige Verabschiedung des Gesetzes zur Freigabe des Friedwaldes in Bad Berka, ansonsten würde dann nur als Alternative die Seebestattung bleiben.

21. August 2016 | Ampel

Zu dem Beitrag von Herrn Offhaus.

Die Bestattungskultur ist bei uns durch den christlichen Glauben geprägt.
Wo und wie kann ich
- Asche zu Asche und Staub zu Staub -
besser realisieren als in genau der Bestattungsform des Waldfriedhofes ?

Und Grabstätten in erbarmungswürdigem Zustand sehe ich auf unseren schönen Friedhöfen zur Genüge.

21. August 2016 | Ampel

Ich würde es begrüßen wenn sich diese Bestattungsform endlich auch für uns eröffnen würde !
Das brachte mich auch in die Reihen der Bürgerinitiative.
Angeblich sind wir ja soooooo frei - also sollte doch jeder seine Bestattungsort/-Form frei wählen dürfen. Ich stamme aus der Lausitz. Mein Vater ist da bestattet. Unsere gesamte Familie ist übersichtlich Land verteilt .... Wer kümmert sich jetzt darum ?
Diese Aufgabe möchte ich meinen Kindern,
bei der heutigen Anforderung an die berufliche Mobilität, nicht hinterlassen.

18. August 2016 | dieter1936

Zunächst bleibt festzustellen, dass die Einrichtung von Waldfriedhöfen in Thüringen nach dem Beispielen "Ruheforst" und "Friedwald" wie z. B. in Mecklenburg/Vorpommern und anderen Bundesländern seit langem überfällig ist. Ursächlich dafür dürften Einflüsse von Lobbyisten und konservative Einstellungen sein.
Als Konfessionsloser wünsche ich mir und erwarte, dass ich vergleichbar mit einer Patientenverfügung auch darüber frei verfügen und entscheiden kann, wie nach meinem Ableben zu verfahren ist. Denn mein Tod gehört mir !
Folglich sollte sich behördliche und gesetzliche Bestimmungen auf ein Minimum beschränken und es den Verstorbenen und deren Angehörigen überlassen, in freier Selbstbestimmung unter Berücksichtigung persönlicher und konfessioneller Belange den Verbleib des Verstorbenen und den Rahmen um die letzte Verabschiedung zu bestimmen. Neben der bisher üblichen Friedhofskultur sollten dafür die gewünschten Voraussetzungen wie z.B. das Zurverfügungstellen von frei zugänglichen Waldflächen in Thüringen weitgehend geschaffen so verwaltet werden, wie dies bereits seit Jahren in anderen Bundesländern durch "Ruheforst" und "Friedwald" üblich geworden ist.
Im Übrigen stimme ich der von "Holzapfel" geäußerten Meinung, ausgenommen sein Wunsch, den von ihm gewünschten, frei zugänglichen Waldfriedhof in der Nähe seines bisherigen Lebensmittelpunktes und seiner Familie als letzte Ruhestätte haben zu können, zu. Denn für mich schließe ich nicht aus, dass diese Ruhestätte auch in der Region möglich sein sollte, in der man selbst eine bedeutungsvolle Zeit seines Lebens verbringen konnte. Die Trauer und das Gedenken um Verstorbene ist nach meiner Meinung nicht an bestimmte Orte gebunden.

17. August 2016 | Tilikum68

Ich befürworte ebenfalls diese naturbelassene Art der Bestattung. Man sollte nun endlich diesen letzten Willen eines Teils unserer Bevölkerung akzeptieren und die Politik aufhören, diesen Projekten juristische Knüppel entgegen zu werfen.
Angeblich sind es Volksvertreter und bislang fühle ich mich, was meine favorisierte Form der Beerdigung anbelangt, total mies vertreten ! Andere Bundesländer haben es doch vorgemacht.

17. August 2016 | Holzapfel

Mein letzter Wille könnte bisher nicht realisiert werden, weil es den Bestattungswald in Bad Berka immer noch nicht gibt!
Ich bin konfessionslos und möchte nicht auf einem Friedhof mit seinen strengen Regelungen zur Grabpflege und Gestaltung beerdigt werden. Mir graust es bei dem Gedanken, dass meine Kinder an einem Stein und Ort trauern müssten, von dem sie wissen, dass ich ihn nie mochte.
Ich liebe den Wald und sehne mich danach dort auch meine letzte Ruhe zu finden. Meine Angehörigen sollten beim Gang durch den Bestattungswald mit den Füßen durch das Laub schlendern, den Wind, der durch die Blätter streicht und Vögel zwitschern hören, das angenehme Klima des Waldes spüren - so stelle ich mir einen Besuch an meinem Grab vor.
Bisher könnte ich mich nur weit weg von meiner Heimatstadt beerdigen lassen - das möchte ich nicht.
Ich hoffe ich lebe noch lang genug, bis alle Hindernisse für einen Bestattungswald ausgeräumt sind, die Betonköpfe zerbröselt sind, die Lobbyisten für die sog. 'Wahrung der Friedhofskultur' einsichtig sind....denn wir wollen keine Friedhöfe abschaffen, wir wollen lediglich die Freiheit der Entscheidung! Wir wollen Vielfalt und Alternativen schaffen, die es ermöglichen so bestattet zu werden, wie man es sich zu Lebzeiten wünscht.

Ich klopfe auf Holz :-), dass Thüringen es auch schafft diese Vielfalt der Bestattungskukltur zuzulassen und der Freiheit des letzen Willens einen Ort zu Umsetzung gibt.

S.Holzapfel

16. August 2016 | S. Kühn

Waldfriedhöfe stellen für mich eine sehr gute Alternative dar. Seit Jahren verfolge ich, in welchen Regionen schon derartige "Baumfriedhöfe" existieren.
Allerdings könnte ich mir auch eine "gemischte" Nutzung von Friedhöfen vorstellen, z. Bsp. dahingehend, dass verschiedene Bestattungsformen an einem Standort (Friedhof) möglich sind.

16. August 2016 | heiko

Ich bin Mitgleid einer großen Familie, die inzwischen über die gesamte Bundesrepublik verteilt ist. Das Grab unserer Eltern befindet sich auf einem Friedhof einer großen Stadt, doch die wenigsten unserer Familienmitglieder haben regelmäßig die Möglichkeit, das Grab zu besuchen, geschweige denn, es zu pflegen. Auch stellen die unzähligen Gräber in langen Reihen für mich keine anstrebenswerte Form des Begräbnisses dar. Dazu kommen hohe Gebühren, strenge Regeln (der Ordnung halber) sowie eine begrenzte Liegezeit. Nachdem ich einen Waldfriedhof kennenlernen konnte, möchte ich auf jeden Fall dort meine letzte Ruhe finden. Den Ruheort (Baum) kann ich selbst wählen, es können mehrere Menschen (Familie oder Freunde) an einem Platz ihre Ruhe finden und der Platz bleibt für 99 Jahre erhalten. Besonders schön finde ich auch die Rückkehr zur Natur mit all ihren Veränderungen, das kann ein ordentlicher Friedhof nicht erreichen. Ich hoffe sehr, daß es endlich auch in Thüringen diese Bestattungsform geben wird, denn sonst können Menschen nicht einmal mehr nach ihrem Tod in der Heimat bleiben, es sei denn, sie lassen sich auf irgendeinem Friedhof beerdigen, zu dem auch kaum noch jemand kommen wird. Der Friedhof in meinem jetzigen Wohnort ist fast leer - warum? Die alten Gräber werden eingeebnet, die Menschen ziehen weg (wegen Arbeit bzw. besserem Lohn), die Familien haben keinen gemeinsamen Lebensmittelpunkt mehr. Dann ist ein Wald auf jeden Fall die bessere Alternative. Und vielleicht hat ja der Thüringenforst selbst die Möglichkeit der "Vermarktung"!?

16. August 2016 | Löwe

Die Menschen verändern sich, die Lebens- und Arbeitssituationen in den Familien ändern sich. Den einen zieht es in die Großstadt, der Arbeit oder des pulsierenden Lebens wegen; den anderen zieht es auf's Land, der Ruhe oder Entschleunigung wegen. Jeder hat seine Vorstellung vom Leben, seiner Familie, seinen Hobbies, seiner Freizeit. Jede Generation ihre eigenen Wertvorstellungen, die durch Glauben, Familie oder Freunde geprägt sind.
Warum sollte es da nicht möglich sein, dass der Mensch im Todesfall nicht auch in seiner geliebten Natur/ Wald beigesetzt werden kann? Ein anderer Mensch, der gern in einem Grab mit Stein oder Kreuz versehen, beigesetzt werden möchte, bekommt doch seinen letzten Willen auch. Und Abschied nehmen kann man auch bei einer Waldbestattung mit Trauerfeier, Anzeige, stillem Gedenken usw. Steht dann noch die eine oder andere Bank im Bestattungswald können auch die Hinterbliebenen bei "Dr. Wald" neue Kraft schöpfen.
Ob es aus ökologischer Sicht besser ist, eine Holz- oder Biourne beizusetzen oder die Asche zu verstreuen, sollte ein Gutachten klären.
Es ist an der Zeit, dass auch Thüringen diesen Schritt geht.

16. August 2016 | Gabriele

Warum ist es bei uns so schwer neue Wege zu gehen. Jeder sollte doch die Möglichkeiten haben seine letzte Ruhestätte
zu bestimmen. Für mich sind die Bestattungswälder eine gute Alternative.
Es gibt keine Grabpflege mehr für die Angehörigen und der Wald ist zu jeder Jahreszeit schön anzusehen.
Wer ein Grab braucht um zu trauern der hat ja immer die Möglichkeit den Friedhof zu wählen. Doch mir ist es lieber,
meine Angehörigen denken auch ohne Grabstätte an mich.
Bad Berka ist für die Ostthüringer eine gute Alternative.
Ich hoffe das unsere Landesregierung nun endlich Nägel mit Köpfen macht.

16. August 2016 | Peter Schwarz

In Bad Berka hatte ich seit 2000 mehrere Eingriffe am Herzen und bin dadurch 2 mal "von der Schippe gesprungen".
Dafür danke ich dem Team der Zentralklinik. Daraus entwickelte sich für mich eine besondere Beziehung zu dieser Stadt und deren Umgebung und der Wunsch, dort im Wald meine letzte Ruhe zu finden.
Mit der Gründung der Bürgerinitiative "Bestattungswälder in Thüringen" im Jahre 2012 bin ich dieser beigetreten und kämpfe seither mit weiteren 650 Mitgliedern um deren Verwirklichung. Mich befremdet, dass bereits ein Friedwald in Thüringen genehmigt wurde, ohne die Gesetzesänderung abzuwarten.
Warum also nicht auch in Bad Berka?.

Peter Schwarz

16. August 2016 | eha1

Ich bin dafür in Thüringen Waldfriedhöfe zu genehmigen. Eine Einfriedung, Gedenkstein usw. sollten nicht erlaubt sein. Es würde ein kleines, wie auch immer gestaltetes, Zeichen den Bestattungsplatz kennzeichnen. Muss da eine Urne in der Erde versenkt sein? Ich sage nein!! Kann man nicht die Asche in ein kleines Loch schütten und mit Erde abdecken?
Den jetzt bestehenden Friedhofszwang finde ich unsinnig. Es sollte doch mir oder meinen Angehörigen überlassen sein wie und wo ich bestattet werde!
Man sollte auch über die Genehmigung, weiterer verschiedener Bestattungsmöglichkeiten nachgedacht werden und Gesetze entsprechend geändert werden. Wenn man sich in anderen Ländern umschaut, gibt es viele verschiedene Möglichkeiten. Warum soll das nicht Thüringen möglich sein?
Die Betreiber der Friedhöfe, die Bestattungsunternehmen und Kirchen, müssen umdenken ihre starre Haltung aufgeben.

16. August 2016 | flaschengeist

Bestattungswälder sind eine absolute Alternative für all diejenigen, die eben nicht auf einem "normalen" Friedhof mit all seinen Vorschriften bestattet werden möchten, sondern in tiefer Verbundenheit mit der Natur, ohne vorgeschriebene Grabpflege (soll heißen, im Frühling diese bestimmten Blumen, im Sommer die Nächsten, Grab am Totensonntag abdecken, Grab wieder aufdecken etc.). Mittlerweile gibt es eine breite Masse an Menschen, die sich diese Form der Bestattung für sich selbst wünschen würden.
Ich verstehe nicht, warum ausgerechnet der Freistaat Thüringen, beziehungsweise versteckte Kräfte, seinen Bürgern solche Steine in den Weg legt,denn in allen anderen Bundesländern ist diese Form der Bestattung mittlerweile Gang und Gebe, und welch Wunder.....es hat noch Niemand Schaden davon genommen!
Also, ein eindeutiges Ja zu den Bestattungswäldern!

15. August 2016 | BWi

Es ist an der Zeit diese Bestattungsform auch in Thüringen zu ermöglichen. Es spricht nichts gegen die bisherige Bestattungskultur. Waldfriedhöfe und andere Bestattungsformen sind eine sinnvolle Ergänzung für diejenigen, die eben nicht auf einem Freidhof begraben sein wollen.

15. August 2016 | monika rost

15.08.2016 Monika Rost

Ich befürworte auch für Thüringen die Waldbestattung.

15. August 2016 | Stefanus

Wenn sich Friedhöfe zu Parks und Sehenswürdigkeiten entwickeln, warum dann nicht auch den umgekehrten Weg ermöglichen und die Grabesruhe mit einem Wald wieder herstellen? Die letzte Ruhestätte sollte nicht von Paragrafen bestimmt werden, sondern den letzten Willen respektieren. Die klassischen Friedhöfe werden nicht "aussterben" und ein Bestattungswald ist eine sehr begrüssenswerte Alternative. Nun sollte auch der waldreiche Freistaat Thüringen (seinen Bürgern) den Weg dafür ebnen.

15. August 2016 | Bert Schneider

Ich bin Gründungsmitglied der BI Bestattungswald und habe den Waldfriedhof in Wallbach mit eröffnet. Das Interesse an einer solchen Bestattungsform ist gestiegen, also brauchen wir noch mehr Gelegenheiten in Thüringen. Gegenüber anderen Bundesländern gibt es erheblichen Nachholebedarf. Ich hoffe, dass der Bestattungswald in Bad Berka bald ohne immer neue bürokratische Hemmnisse eröffnet werden kann. Ich will auf alle Fälle mit dabei sein!

15. August 2016 | bereshid

Ein Wald, ein Berg - für uns als gerade betroffene Familie nicht nur denkbar, sondern unserer Weltsicht und, ja, unserem Glauben entsprechend, denn wir sind nicht ungläubig.
Erinnerung und Gedenken sind bei einem solchen gewählten Ort gegeben. Wir werden ohnehin nur so lange bleiben, wie das, was wir im Leben bewirkt haben, weiter wirkt oder in Gedächtnissen und Herzen erhalten bleibt. Wir wissen: was von dem Körper blieb, der unser Liebstes enthielt, ist jetzt dort. Ein Wald und ein Berg sind mythisch ganz stark besetzte Orte. Wir sind sicher: Die Zukunft wird erweisen, dass er sich wie alle aus langen Vergangenheiten bekannten Begräbnisstätten in einen mystischen und heiligen Erinnerungsort verwandelt. Alle Orte auf dieser Erde mit solcher Geschichte, nicht nur städtische Friedhöfe, sind das geworden in unterschiedlichen Glaubensbezügen und Ritualen.
Wir rufen dazu auf, Menschen die Freiheit zuzugestehen, eine Form der Trauer und Bestattung zu ermöglichen, die sie für sich gewählt haben, um endlich auch in Thüringen das zu gestatten, was in allen anderen Bundesländern seit vielen Jahren ohne Minderung der Bestattungskultur praktiziert wird.

15. August 2016 | Viktor Frank

Aktuell ist in Thüringen nach wie vor die traditionelle Friedhofsbeisetzung die vorherrschende Bestattungskultur. Allerdings ist diese, so wie alle kulturellen Entwicklungen, dem Wandel der Zeit unterworfen. Wenn neuartige Ideen wie ein Waldfriedhof in der Bevölkerung Akzeptanz finden, dann ist es sehr erfreulich, dass auch die Landesregierung der Zeit nicht hinterher hinken will.
Schon jetzt wählen nicht wenige Menschen etwa die bekannte "Grüne Wiese" als Alternative zu herkömmlichen Gräbern. Die Gründe für eine Abkehr sind vielfältig: Ein Grab errichten ist teuer. Auch für die Pflege muss man Geld bezahlen, es sei denn, man macht es selbst. Dann kostet es aber Zeit und Aufwand. Das wird vor allem dort schwierig, wo die Kinder und andere Angehörige längst anderswo ihren Wohnsitz haben. Aber es gibt neben praktischen auch ideelle Gründe:
Es wird natürlich nach wie vor als sehr wichtig angesehen, dass man geliebter Menschen gedenkt, die dahingeschlichen sind. Allerdings beginnen sich viele Leute zu fragen, weshalb man dazu irgendwelche grotesken Bestattungszeremonien und überteuerte Grabmäler benötigt. Insbesondere diejenigen, die nicht konfessionell gebunden sind, fragen sich so etwas. Und in solchen Fällen sind Waldfriedhöfe natürlich eine willkommene Bereicherung. Schon unsere Ahnherren in Germanien etwa errichteten überhaupt keine Grabmale oder -steine über den Gräbern. Das wurde als erdrückende Last für die Toten empfunden.
Selbstredend: Wer sich gerne weiterhin am Zinnober der Friedhofsbeisetzung erfreuen möchte, der soll das auch tun können. Aber wenn Alternativen da sind und von den Leuten auch gern genutzt werden, warum will man das denen verwehren, die das möchten?
Indessen sollte trotzdem keine Gemeinde zur Bereitstellung solcher Waldfriedhöfe verpflichtet werden. Nur, wenn sie das im Rahmen ihrer finanziellen Möglichkeiten leisten kann, sollte dergleichen angeboten werden.
Weiterhin muss man bei solchen Vorhaben den Naturschutz in Erwägung ziehen. Es wird sich vielleicht nicht ausschließen lassen, dass der betreffende Wald Beschädigungen erfährt, wenn er so umfunktioniert wird. Ich finde, auch so etwas muss vorher durch Sachverständige geklärt sein. Wenn sich dabei ergibt, dass so etwas nicht ohne erhebliche Umweltschäden für den Wald realisiert werden kann, dann sollte man im Interesse des Naturschutzes davon Abstand nehmen.
Wenn dies alles hingegen gewährleistet ist, dann kann ich nur nochmals sagen: Eine durchaus begrüßenswerte Idee.

12. August 2016 | siggipost@mail.de

Ein Baum als letzte Ruhestätte kommt dem Trend des heutigen Zeitgeistes entgegen. Wozu Grabstein, Sarg und Pompöse einer herkömmlichen Beisetzung! Im Bestattungswald erinnert zwar fast nichts an den Toten, doch die Grabstelle im Wald ist der Wallfahrtsort, wo man nach dem Tod seiner Liebsten ebenfalls würdevoll gedenken kann! Der Mensch kommt aus der Natur und geht wieder in die Natur über. Was kommt dem besser entgegen als ein Friedwald in der direkten Natur? Ob gläubig oder Atheist, die Seele des Verstorbenen findet immer den Weg ins Universum! Der Wald, die Urne (natürlich biologisch abbaubar), woraus an dieser Stelle ein Buschwindröschen oder gar ein neuer Baum erwächst, was kann es Schöneres geben!

12. August 2016 | evest

Da ich seit Kindesbeinen viel im Thüringer Wald unterwegs war, auch heute wieder Ruhe, Erholung m Wald finde, finde ich diese Bestattungsform super. Seit diesin anderen Bundesländern möglich wurde, hoffe ich ebenfalls auf diesen neuen Ort der letzten Ruhe - und das möglichst auch in meiner Heimat Thüringen.

12. August 2016 | Frieder Witte

In allen deutschen Bundesländern sind Bestattungswälder Teil der Bestattungskultur und tragen dort zur Bereicherung der Bestattungskultur bei. Es ist leider beschämend, dass unser Land Thüringen hier das letzte Bundesland ist in welchem dies möglich werden soll.
Unsere Bürgerinitiative hat 650 Mitglieder und alle haben nichts gegen herkömmliche Friedhöfe und Bestattungsformen. Uns alle eint, dass es in Thüringen auch endlich die Möglichkeit geben soll, dass Bestattungswälder eingerichtet werden können. Viele unserer betagten Mitglieder haben nicht mehr viel Zeit um so dringlicher ist die schnelle Verabschiedung der Änderungen im Bestattungsgesetz und Waldgesetz.

12. August 2016 | Sandy Brachmann

Jeder sollte doch für seinen letzten Weg wählen können wie er bestattet wird. Das sollte doch in unserer modernen Gesellschaft möglich sein.
In den anderen Bundesländern ist es doch auch möglich. Warum in Thüringen nicht.

12. August 2016 | Maswel

denn sie bereichern unsere Bestattungskultur. Ich möchte diese Form der Bestattung später auch für mich.

25. Juni 2016 | RuCu

Ich finde diese geplante Form von Friedhöfen gut. Sie bereichert die bisherigen Regelungen, entspricht meinem Empfinden und auch als Christ möchte ich solch einen Bestattungsort für mich.